Pinnwand

0.3m² – Die bizarre Geschichte hinter New York’s kleinstem Stück Privatland

1910 machte die Stadt New York Pläne, die Seventh Avenue in Manhattan zu verlängern und zu verbreitern, um eine U-Bahn Linie bauen zu können und eine Verbindung zwischen den Vierteln Greenwich Village und was heute als Tribeca bekannt ist zu schaffen. Um dieses Vorhaben durchführen zu können, musste die Stadt Privateigentum von Anliegern aufkaufen oder zur Not enteignen. Einer der 300 betroffenen Besitze, die demoliert werden mussten, war ein fünfstöckiges Wohnhaus im Besitz eines David Hess. Der war entsetzt, zog gegen die Stadt vor Gericht, aber verlor 1914. Aus bestimmten vermessungstechnischen und rechtlichen Gründen blieb aber ein kleines, dreiecksförmiges 0.3m² großes Stück Land in seinem Besitz. Hess wollte, dass jeder Passant in alle Ewigkeit wissen sollte, dass es sich bei dem Fleckchen nicht um öffentliches Land handelte. 1922 installierte er deshalb das Mosaik auf dem Foto.

1938 kaufte der Laden Village Cigars die winzige Parzelle vor seiner Tür für $ 1.000. Das Mosaik und Village Cigars sind auch heute noch an der Ecke 7th Avenue South und Christopher Street. Betreten auf eigene Gefahr.

Photo Steve Berman
eny-image