News

Ärzte in New York ziehen Stecker bei falschem Patienten

Vor dem Bronx Supreme Court wird gerade ein ebenso kurioser wie dramatischer Fall verhandelt. Im St. Barnabas Krankenhaus im New Yorker Stadtteil Bronx war es vor einiger Zeit nämlich zu einer Verwechslung gekommen, bei dem bei einem “falschen” Patienten die lebenserhaltenden Apparate abgeschaltet wurden.

Wie die New York Post und die Washington Post berichteten, wurde die Klägerin Shirell Powell am 15. Juli 2018 ins St. Barnabas Hospital in der Bronx gerufen. Ihr Bruder Frederick Williams sei mit einer Überdosis eingeliefert worden und kämpfe um sein Leben. Sein Zustand sei sehr schlecht und die Ärzte gaben ihm nur geringe Überlebenschancen. Fast zwei Wochen lang hieß es Hoffen und Bangen, bis sie sich letztlich entschied, die lebenserhaltenden Geräte abzuschalten, als klar war, dass sein Zustand hoffnungslos war.

Bei der Autopsie wurde jedoch festgestellt, dass es sich bei dem Toten nicht um Frederick Williams, sondern um einen Mann namens Freddy Clarence Williams handelte. “Ich wäre fast umgefallen, nachdem ich das erfuhr, weil ich einen Fremden getötet habe, den ich nicht einmal kannte”, sagte Shirell vor dem Bronx Supreme Court über das schreckliche Erlebnis. Besonders schlimm sei der vermeintliche Tod Fredericks für seine Töchter Brooklyn, 17, und Star, 18, gewesen. Die Teenager-Mädchen kamen aus Virginia angereist, um ihrem “Vater” Lebewohl zu sagen. “Sie waren hysterisch, küssten ihn und weinten.”

Zu der dramatischen Verwechslung konnte es kommen, weil der Patient im Krankenhaus mehrere Schläuche am Körper hatte, und Shirell deshalb nicht erkannte, dass es sich nicht um ihren Bruder handelte. Der “richtige” Frederick Williams, also Shirells Bruder, saß zu dem Zeitpunkt, wie sich später herausstellte, im Gefängnis.

eny-image