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Shrimps im Leitungswasser von New York – Problem für strenggläubige Juden

Das Leitungswasser von New York City ist voll von winzigen Shrimps, genannt Kopepoden. Die Krebstiere sind harmlos, wenn auch manche der Gedanke an sie vielleicht etwas schaudern lässt. Sie aus dem Wasser zu entfernen, ist nicht machbar und nicht einmal wünschenswert, denn nach Angaben des Department of Environmental Protection (in etwa die stadteigene Umweltbehörde) ist ihre Existenz im Trinkwasser gesundheitlich sogar vorteilhaft. Nur Kopepoden, die mit bloßem Auge sichtbar sind, sind unerwünscht. Die kleinen Seetiere können bis zu 1,5 Millimeter lang werden. Sie sind dann so groß, dass man sie bei sehr genauem Hinsehen als kleine weiße Punkte, die im Wasser herumflitzen, erkennen können soll. (Mir selbst ist in 28 Jahren noch keiner aufgefallen).

Die Kopepoden stellen ein religiöses Problem für viele der mehr als 300.000 orthodoxen, also strenggläubigen, Juden in New York dar. Koschere Richtlinien verbieten den Verzehr von Muscheln, und die Entdeckung der Minishrimps entzündete talmudische Debatten. So veröffentlichte die Orthodoxe Union, die größte Kosher-Zertifizierungsagentur der Welt, eine offizielle Erklärung mit Richtlinien zur Filterung von Wasser und Waschschalen, um eine unbeabsichtigte Verunreinigung zu vermeiden. Es gibt keinen klaren Konsens über andere mögliche Vergehen, wie unbeabsichtigter Konsum beim Duschen oder Zähneputzen. Um also auf der Seite der Vorsicht zu irren, haben viele der orthodoxen Juden ganze Wasserfiltrationssysteme installiert.

Zum Weiterlesen geht es hier zum NY Aktuell Artikel.

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