Pinnwand

Das Pfandsystem in New York

Pfandsammeln in Manhattan – Via Flickr

Das Pfandsystem in Deutschland (und sicher auch in CH un AT, aber da kenne ich mich nicht so aus) läuft gut. 2 Faktoren für den Erfolg sind mit Sicherheit, dass man bei ein paar Flaschen schon einen spürbaren Betrag zusammen hat und dass die Rückgabe einfach ist – dort, wo man die Getränke gekauft hat, bekommt man seinen Pfand. Auch in New York gibt es ein Pfandsystem, das aber vom Normalbürger so gut wie nicht genutzt wird, denn die Pfandbeträge sind winzig (5 Cent) und die Rückgabe schwierig. Die Anzahl an Automaten ist so niedrig, dass der Durchschnitts- New Yorker nicht einmal auf Anhieb wüsste, wo einer ist, selbst wenn er bereit wäre, sich die Arbeit zu machen, was eher unwahrscheinlich ist. 99% der Dosen und Flaschen landen deshalb erst einmal im Müll (meistens aber schon Trennmüll).

Erfindungsreiche sozial schwache New Yorker, oft obdachlos, machen sich diese Lücke im System zunutze. Sie gehen durch Mülltonnen – dass Dosen und Flaschen getrennt werden, macht ihre Arbeit einfacher – schnappen sich das Leergut und gehen oft mit einem Rieseneinkaufswagen gefüllt zu einem der wenigen Automaten. Die beiden Fotos entstanden im Manhattaner East Village Viertel auf einer Downtown Walking Tour von Echt New York.

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