Irrer Plan – Am Empire State Building sollten Zeppeline andocken

Fotomontage aus dem Jahr 1930 – Credit: Keith De Lellis Gallerz

Im Jahre 1929, als das Empire State Building im Bau war, verkündete Alfred E. Smith, früher legendärer Gouverneur des Staates New York und nun Führer der Gruppe Investoren, die den Bau des Empire State Building finanzierten, dass man die Höhe des Baus von 1.050 Fuß (320 m) auf 1.250 Fuß (381 m) erhöhen wolle.

Die zusätzlichen 200 Fuß (61 m) sollten durch einen Mast entstehen, an dem Zeppeline andocken könnten. Die Luftschiffe, so Smith, würden im Wind schaukeln und die Passagiere über eine Laufplanke ins Gebäude entlassen, wie in der Fotomontage aus dem Jahr 1930.

Dr. Hugo Eckener, Kommandant der “Graf Zeppelin” und führender Experte für Luftschiffe, meinte, der Plan sei nicht umsetzbar, weil Landungen der Luftschiffe, die bis zu 240 Meter lang waren, viel Besatzung, Ausrüstung und Seile erforderten. Diese Manöver glichen eher dem Einholen eines Großfisches als der glatten Landung eines Flugzeugs.

Innerhalb von 16 Monaten nach der Eröffnung des Gebäudes am 1. Mai 1931 wurden mehrere Versuche gemacht, passagierlose Luftschiffe anzudocken. Sie zeigten jedoch nur, wie unpraktisch das ganze Unterfangen war. Es wurde lautlos eingestellt.

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