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Rockefeller Kunstsammlung bricht mit 646 Millionen Dollar Rekord bei Auktionshaus Christie’s

Die Kunstsammlung des US-Milliardärs David Rockefeller und seiner Frau Peggy ist mit einem Erlös von 646 Millionen US-Dollar versteigert worden und brach den Rekord bei der Versteigerung von Privatkollektionen, den vorher die Sammlung von Yves Saint-Laurent innehatte.

Die Auktion der 1.500 Stücke fand bei Christie’s in New York statt, das passenderweise gleich am Rockefeller Center ansässig ist . Die letzte Runde der mehrtägigen Versteigerung zog sich bis tief in die Nacht zum Freitag und manche der Beteiligten teilten der NY Post mit, dass sie am Ende erschöpft waren. Gebote kamen nicht nur aus den USA, sondern auch vielen Teilen Europas und Asiens.

Unter den Auktionnstücken befanden sich einige wirklich besondere Stücke, wie sie nicht oft auf den Markt kommen. Gemälde von Pablo Picasso (“Junges Mädchen mit Blumenkorb”, 115 Mio Dollar), Claude Monet (“Nymphéas en fleur”, 85 Mio Dollar) und Henri Matisse (“Odaliske mit Magnolien”, 81 Mio Dollar ) oder ein Porzellanservice von 1809, das der französische Kaiser Napoleon Bonaparte mit ins Exil auf die Insel Elba nahm (1,8 Mio Dollar). Beim Grossteil der Artikel war der Wert jedoch vorher schwer einzuschätzen, wie zum Beispiel bei einer Pferdekutsche aus dem 19. Jahrhundert, die 225.000 Dollar einbrachte, oder bei einem Beistelltisch oder einem Paar fischförmiger Suppen-Terrinen aus bemaltem Porzellan, bei denen die Bieter jeweils bei erst $300.000 den Zuschlag erhielten. Experten denken, dass der Glanz des Rockefellernamens und das damit verbundene Interesse bei Bietern aus der ganzen Welt für die überraschend hohen Preise bei vielen Stücken sorgte.

Rockefeller war 2017 im Alter von 101 Jahren gestorben, Peggy Rockefeller im Jahr 1996. Der milliardenschwere Banker und seine Frau hatten zu Lebzeiten Hunderte Millionen US-Dollar für Zwecke wie Kunst, Medizin und Bildung gestiftet. Auch der Erlös der Auktion bei Christie’s soll Rockefellers Willen nach gespendet werden, darunter an das Kunstmuseum MoMA und die Harvard-Universität.

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