New York 360

5 New Yorker Weihnachtstraditionen

Foto – Tishman Speyer

Die Weihnachtszeit ist etwas ganz besonderes in New York. Von einer stillen Zeit kann man bis auf den Weihnachtstag selbst aber nicht sprechen – im Gegenteil. In der zweiten Dezemberhälfte bis zu den Tagen nach Neujahr ist New York voller als zu jeder anderen Jahreszeit. Millionen Menschen aus ganz Amerika und von überall in der Welt strömen zur Weihnachtszeit in die Stadt, um das spezielle Flair zu erleben.

Die Weihnachtstage fallen in Amerika etwas anders aus als in Deutschland. Der 24. Dezember ist ‘Christmas Eve’, Heiligabend. Tagsüber ist dann alles ganz normal geöffnet. Am Abend stimmen sich die Menschen dann auf Weihnachten ein – daheim oder mit einer Messe in der Kirche. Der große Tag ist der 25. Dezember, ‘Christmas Day’. Am Morgen werden traditionell die Geschenke ausgepackt und der ganze Tag steht im Zeichen von Weihnachten mit Familie und Freunden. Abends ist dann eine Zeit, wo man auch wieder nicht-weihnachtlichen Spaß haben kann und viele Kinos, Restaurants offen und voll sind.

Viele Europäer denken, dass zur Weihnachtszeit ganze amerikanische Städte in kitschigen, extravaganten Weihnachtsdekorationen ertrinken. In Wirklichkeit ist die Menge an Dekoration mit der in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergleichbar. Es gibt jedoch ein paar Ecken in New York, wo Häuser tatsächlich mit der irrsten und üppigsten Weihnachtsdekoration geschmückt sind, die man sich vorstellen kann.

Hier sind 5 New Yorker Weihnachtstraditionen, die mir über die Jahre besonders ans Herz gewachsen sind.

Rockefeller Center

Foto – Alan Mishkin

Das Rockefeller Center steht für Weihnachten, wie kein anderer Platz in New York. Hier steht der bekannteste Weihnachtsbaum Amerikas und in der Radio City Music Hall, die zum Komplex gehört, findet seit 1933 fünf Mal am Tag das ‚Christmas Spectacular‘ – eine legendäre Weihnachtsshow – statt. Auf der Schlittschuhbahn gab es schon so manchen Heiratsantrag – auch das ist eine New Yorker Tradition.

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Macy’s Kaufhaus mit Santaland

Foto – Alan Mishkin

Natürlich gibt es in jedem New Yorker Kaufhaus einen Nikolaus. Der älteste und bekannteste ist aber der von Macy’s. Spätestens seit dem Filmklassiker ‚Miracle on 34th Stret‘ (1947), einer Komödie mit viel Herz um einen Kaufhausnikolaus in Macy’s, wurde der Santa Claus, wie man Nikolaus hier nennt, zu einer amerikanischen Legende.

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Weihnachtsdeko auf der 5th Avenue

Foto – Alan Mishkin

Die 5th Avenue ist bekannt für ihre Weihnachtsdekorationen auf der Straße und besonders in den Schaufenstern der traditionellen Luxusgeschäfte, die es hier gibt. Bergdorf Goodman, Saks Fith Avenue oder Tiffany’s sind bekannt für aufwändige, schöne Deko, die von Meistern ihres Fachs kreiert wurden und jedes Jahr wechseln. (Oft stehen die Dekos eines Geschäfts in einem bestimmtem Jahr unter einem bestimmten Thema).

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Opulente Weihnachtsdeko im Dycker Heights Viertel in Brooklyn

Foto – Alan Mishkin

Dycker Heighsts Viertel weit draußen im südwestlichsten Teil Brooklyns. Hier am Stadtrand New Yorks leben die Menschen in Häusern statt Wohnungen. In den 1980er Jahren fing ein Familie an, ihr Haus mit aufsehenerregender Weihnachtsdekoration zu schmücken. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten zogen andere Hausbesitzer nach und heute ist Dycker Heights das unbestrittene Nummer 1 Viertel New York’s in Sachen irrer Weihnachtsdeko.

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Bryant Park Winter Village

Das ‘Winter Village’ ist in meinen Augen der schönste Weihnachtsmarkt New York’s, schon wegen der spektakulären Lage mitten in Manhattan. Dass sich die Macher beim Entwerfen des Konzepts an einem deutschen ‚Christkindlmarkt‘ orientiert haben, spürt man. Es gibt auch Stände mit deutscher Traditionsware, wie Lebkuchen.

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