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Abgeschobener KZ-Wächter lebte jahrzehntelang unbehelligt in New York

Der nach Deutschland ausgelieferte KZ-Wächter Jakiv Paliv lebte jahrzehntelang in einem netten Einfamilienhaus im Jackson-Heights-Viertel von Queens- einem selbst für New Yorker Verhältnisse ethnisch besonders diversen Stadtteil. Sein letzter Tag hier war am Montag, als er in New York festgenommen wurde. Noch am gleichen Abend wurde er nach Deutschland ausgeflogen. (Das Video oben zeigt seinen Abtransport aus Queens.) Dienstagmorgen landete er in Düsseldorf.

Als er 1949 in die USA einreiste, gab er sich den Behörden gegenüber als Bauer und Fabrikarbeiter aus. Er arbeitete zunächst als technischer Zeichner und lebte dann als Rentner unbehelligt in Queens. Vor 25 Jahren wurde bekannt, dass Paliv als Aufseher im Zwangsarbeitslager Trawniki ausgebildet wurde. Er soll später im Vernichtungslager Treblinka tätig gewesen sein, wo während des Zweiten Weltkriegs rund 900.000 Menschen ermordet wurden. Paliv gab 1993 gegenüber Ermittlern des Justizministeriums zu, falsche Angaben gemacht zu haben. „Ich hätte niemals mein Visum bekommen, wenn ich die Wahrheit gesagt hätte. Alle haben gelogen.“ Er räumte ein, in Trawniki gedient zu haben, bestritt aber, an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Im Jahr 2005 entzog ein US-Richter dem heute 95-Jährigen daraufhin die US-Staatsbürgerschaft und ordnete seine Abschiebung an. Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen Berlin und Washington ist diese nun erfolgt.

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