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Erzbistum New York nennt 120 mutmaßliche Missbrauchstäter

Kardinal Timothy Dolan – Foto Facebook

Die Erzdiözese New York hat eine Liste mit 120 mutmaßlichen Missbrauchstätern aus den eigenen Reihen veröffentlicht. Andere Bistümer veröffentlichten in den vergangenen Monaten bereits entsprechende Missbrauchsberichte in Listen, die Namen enthielten.
New Yorks Erzbischof, Kardinal Timothy Dolan, bat um Vergebung «für das Versagen jener Kleriker und Bischöfe, die für die Sicherheit unserer jungen Menschen hätten sorgen sollen, stattdessen aber das von Gläubigen und Gott in sie gesetzte Vertrauen verraten haben».
In den öffentlich gemachten Listen und Berichten kann man das Datum der Ordination, eingeleitete Maßnahmen wie Suspendierung oder Entlassung aus dem Klerikerstand und gegebenenfalls das Todesjahr ersehen. Dolan versicherte, dass in der Erzdiözese «kein einziger Priester, Diakon oder Bischof sein Amt ausübe, wenn ein glaubwürdiger und begründeter Vorwurf des Missbrauchs Minderjähriger besteht».
Dolan berichtete von zahlreichen Schritten, die das Erzbistum unternommen habe, um die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten. Jeder Missbrauchsverdacht werde nun nicht nur innerkirchlich gehandhabt, sondern auch der zuständigen Staatsanwaltschaft gemeldet. Geistliche, die des Missbrauchs beschuldigt werden, würden während laufender Untersuchungen vorübergehend supspendiert. Sollte eine Tat erwiesen werden, würden die Kleriker sofort des Dienstes entbunden. Die Erzdiözese hätte ausserdem einen eigenen Prüfungsausschuss eingerichtet.
Die Maßnahmen, so Dolan, hätten sich als effektiv erwiesen, um weiteren Missbrauch vorzubeugen und den Betroffenen gerecht zu werden. Man müsse jedoch weiterhin wachsam bleiben, damit sich «die Fehler der Vergangenheit» nicht wiederholten. «Ich verspreche heute, dass ich alles in meiner Macht Stehende tun werde, um die Sicherheit unserer jungen Menschen zu gewährleisten und mit Sympathie, Verständnis und Respekt gegenüber jenen zu reagieren, die eine Missbrauchsanschuldigung vorbringen», so der Kardinal Timoth Dolan.

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