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Mit schwieriger Zusammenstellung der Jury – Prozess gegen Harvey Weinstein beginnt

Weinstein vor dem Criminal Court in Manhattan – Foto Ed Stone

In der ersten Phase, die am Dienstag begann, wird die Jury aus 12 Geschworenen und 6 Ersatzgeschworenen zusammengestellt. Erfahrungsgemäß gestaltet sich dieser Vorgang besonders schwierig, wenn viel Geld auf dem Spiel steht und das Medieninteresse groß ist, wie beim Fall Weinstein.

Die Auswahl der Juroren (Jury Selection) beginnt mit einer ersten Gruppe von rund 500 potenziellen Juroren (dem Jury Pool). Ein erheblicher Teil der Bürger im Jury Pool wird von sich aus mitteilen, dass sie wegen der Berichterstattung oder aus anderen Gründen nicht unbefangen entscheiden könnten und scheiden so aus. Anwälte beider Seiten und manchmal auch der Richter werden dann dem Rest des Jury Pools Fragen stellen, um festzustellen, ob ein Bürger geeignet ist. Viele werden in dieser Phase von einer der Partien abgelehnt werden und der Pool hat sich so mittlerweile schnell auf einen Bruchteil verkleinert.

Nun beginnt die ‚heiße Phase‘ der ‚Jury Selection‘. Die Fragen werden nun sehr viel detaillierter und Anwälte ziehen in einem Fall wie bei Harvey Weinstein dann sogar oft Beratungsfirmen hinzu. Diese beschäftigen oft die verschiedensten Experten von Psychologen bis hin zu Social Media Analytikern, die ermitteln sollen, ob ein potentieller Juror in die eine oder andere Richtung tendieren könnte. Nach einigen Wochen mit viel Gerangel und Hin-und-Her wird man sich dann letztendlich auf 12 Geschworene und 6 Ersatzleute einigen, die für alle Seiten akzeptabel sind.

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