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3 New Yorker Journalisten bekommen Pulitzer Preis wegen Weinstein-Berichten

von links nach rechts: Ronan Farrow, Jodi Kantor und Megan Twohey

Drei Journalisten der Tageszeitung “New York Times” und des Magazins “New Yorker” sind für ihre Arbeit an Storys über den Filmproduzenten Harvey Weinstein mit dem Pulitzer Preis, der wohl renommierteten Auszeichnung für Journalisten weltweit, geehrt worden.

Ronan Farrow, Jodi Kantor und Megan Twohey hatten mit ihren enthüllenden Berichterstattungen seit Oktober 2017 sexuelle Übergriffe Weinsteins publik gemacht.

Die drei Journalisten hätten mit “explosivem, wirkungsvollem Journalismus Sexualtäter enthüllt, darunter auch Vorwürfe gegen einen der einflussreichsten Produzenten Hollywoods”, sagte Dana Canedy im Namen der Jury an der Columbia University in Manhattan. Die Berichterstattung habe dazu beigetragen, dass Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen wurden und “lang unterdrückte Vorwürfe über Nötigung, Gewalt und erzwungenes Schweigen der Opfer” ans Licht gebracht. Die Folge sei eine “weltweite Abrechnung mit dem sexuellen Missbrauch von Frauen” gewesen und auch der Start der #metoo Bewegung.

Er sei dankbar für “jede mutige Quelle” und die Unterstützung des “New Yorker”, als andere die Geschichte “begraben” wollten, twitterte Ronan Farrow kurz nach Verkündung der Preisträger.

Farrow ist der Sohn von Woody Allen und hat ein legendär schlechtes Verhätnis zu seinem Vater, seit dieser seine Adoptivtochter Soon-Yi Previn heiratete. Farrow bezichtigte Allen unter anderem des Kindesmissbrauchs an seiner Schwester Dylan Farrow.

Der Pullitzer Preis ist nach dem Ungarn Joseph Pulitzer benannt, der im späten 19. Jahrhundert nach New York einwanderte und hier zu einem legendären Verleger wurde.

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