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Polizisten werden zu ehrenamtlichen Helfern ausgebildet, um selbstmordgefährdeten Kollegen beizustehen

Benjamin Tucker (Mitte), links von ihm Bürgermeister Bill De Blasio – Foto NYPD

Polizisten werden zu ehrenamtlichen Helfern ausgebildet, um selbstmordgefährdeten Kollegen beizustehen.

Die New Yorker Polizei (NYPD) wird dieses Jahr eine neue Initiative starten, in deren Rahmen selbstmordgefährdete Polizisten sich an geschulte Kollegen wenden können, um Hilfe zu erhalten.

Die Aktion ist Teil einer ‚umfassenden, ganzheitlichen Strategie‘, so Benjamin Tucker, der Zuständige vom NYPD. “Wir wollen unseren Beamten zur Seite stehen, wenn es um ihre emotionale und körperliche Gesundheit geht.“

“Unser Ziel ist es, dass Hilfe für unsere Leute noch leichter zugänglich wird. Wir wollen Polizisten, die Hilfe suchen, unterstützen, aber auch -und vielleicht sogar noch wichtiger – Beamten Hilfe von uns aus anbieten, wenn wir den Eindruck haben, dass sie gebraucht wird. Die gefährdesten Kollegen wenden sich oft nicht an andere, auf genau diese Gruppe wollen wir zugehen. Dass ein Kollege diese Hilfe anbietet, wird es für viele unserer Polizisten einfacher machen, sie anzunehmen, glauben wir”, so Tucker am Montag auf einer Pressekonferenz.

Der Start der Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer ist für Anfang September geplant. In ihrer Arbeit sollen sie dann von Psychologen des NYPD und anderen Fachleuten unterstützt werden.

Darüber hinaus wird das NYPD etwa 800 Führungskräften – darunter die kommandierenden Offiziere aller 77 Bezirke – in einem dreistündigen Kurs in Suizidprävention und Hilfe bei anderen psychischen Problemen schulen, so Tucker.

Die neuen Initiativen folgen auf die Selbstmorde von sechs Polizisten seit Jahresbeginn. Vier dieser Beamten haben sich allein im Juni das Leben genommen, angefangen mit dem ranghohen Steven Silks, der sich am 5. Juni in Queens das Leben nahm.

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