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Staatsanwaltschaft will Todesstrafe für IS-Sympathisanten, der 2017 acht Leute in Manhattan zu Tode fuhr

Die Bundesstaatsanwaltschaft teilte am Freitag mit, dass sie im Prozess gegen Sayfullo Saivov, 30, die Todesstrafe gegen den Angeklagten erwirken will. Der Einwanderer aus Usbekistan tötete am 31. Oktober 2017 acht Menschen, als er mit seinem gemieteten LKW absichtlich über einen Fahrradweg in einem belebten Teil Manhattans raste. Es war die folgenreichste Terrorattacke in New York seit dem 11. September 2001.

Nach der Tat fand die Polizei IS-Propaganda auf seinem Handy, unter anderem Videos von Enthauptungen und dem Überrollen von Gefangenen mit Panzern. Saivov, der am Tattag von Polizisten angeschossen wurde, soll laut New York Post darum gebeten haben, die IS-Flagge vor seinem Zimmer im Gefängniskrankenhaus wehen zu lassen.

Die Staatsanwaltschaft begründet ihr Vorhaben damit, dass Saivov keine Reue zeigte und weiterhin gefährlich sei. Die Todesstrafe ist möglich, da Saipovs Tat im Gegensatz zu den meisten Verbrechen vor einem Bundesgericht verhandelt wird. Gerichte des Staates New York verhängen keine Todesstrafe.

Nachdem die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe als Strafoption beim Gericht beantragt hat, muss nun ein Richter vor Start des Prozesses genehmigen, dass eine Todesstrafe verhängt werden könnte. Ob Saivov letzten Endes wirklich hingerichtet werden wird, ist selbst nach einer Verurteilung zur Todesstrafe fraglich. Seit 1988, dem Jahr der Wiedereinführung der Todesstrafe, wurden nur drei zum Tode verurteilte Menschen in den USA hingerichtet. Bei den allermeisten anderen Verurteilten wurde die Todesstrafe dann später in lebenslange Haft umgewandelt. Hier ein Artikel zur ‘Federal Death Penalty’ mit entsprechenden Statistiken.

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