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Trotz 16-stündiger Verspätung – Eurowings stellt sich bei Entschädigung für Flug NY- Düsseldorf quer

Am 02.11.2018 erlebten Passagiere des Eurowing Flug EW 1101 einen wahr gewordenen Reisealbtraum. Fast 16 Stunden mussten sie am New Yorker Flughafen JFK auf ihren Rückflug nach Düsseldorf warten. Viele schlugen ihre Nachtlager auf dem nackten Steinboden der Flughafenhalle auf, oft mit Handgepäck als Kopfkissen. Vom Eurowings Schalter war keine Hilfe zu bekommen, denn der war nicht besetzt! Zwar besorgte die Airline Hotelzimmer, die aber laut Facebookposts mehrerer Passagiere so weit draußen waren, dass viele es vorzogen, im Transitbereich des Flughafens zu bleiben. Für die Fluggäste, darunter Senioren und Kinder, gab es einen Verzehrgutschein von 10 Dollar. Mit 16 Stunden Verspätung ging es dann los. Dass dann wegen des Nachtflugverbots in Düsseldorf stattdessen Köln/Bonn angeflogen werden musste, war dann sicher noch das kleinste Problem.

Eigentlich sollten die Passagiere nach Fluggastrechteverordnung einen Anspruch auf 600 Euro Entschädigung plus sämtliche Ausgaben, die sie für Transfers von und zum Flughafen auslegen mussten, haben. Nach den Facebookposts zu urteilen, haben viele der Passagiere diesen Anspruch längst geltend gemacht, aber bislang wohl immer oder oft ohne Erfolg. Auf Facebook gibt es Beschwerden, dass man statt einer Entschädigung oder zumindest einer ordentlichen Antwort von Eurowings auch über zehn Wochen nach dem Disaster oft nur automatisierte Mails erhalten würde. Bei einem Teil der Passagiere wurde die Entschädigung wohl auch mit der Begründung abgelehnt, dass das Wetter in New York so schlecht gewesen sei, dass der Flieger nicht hätte starten können. Dies bedeute nach Fluggastrecht ‘höhere Gewalt’, durch die Reisende ihre Ansprüche verlieren. Moritz Barbarino, eines der Opfer, zeigt aber auf seinem Facebookpost mit einem Foto der Flugtafel ganz klar, dass andere Maschinen auch gestartet sind.

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