
Eine stadtweite Aktion, bei der New Yorker anonyme Liebesbriefe schreiben und diese in rote Briefkästen in kleinen Geschäften einwerfen – die sogenannte „Love Letter Gallery“ – hat dieses Jahr über 1.000 Briefe erhalten, adressiert an die unterschiedlichsten Menschen, von Ehepartnern und Geliebten bis hin zu Portiers und Mitbewohnern.
„Die Love Letter Gallery wurde ins Leben gerufen, um die Liebe in all ihren Facetten zu feiern. Es ist ein wirklich herzerwärmendes Projekt, das Geschichten über Liebe, Verlust und Verbundenheit erzählen soll“, sagte die Gründerin des Projekts, der Floristin Kelsie Hayes aus Manhattan.
Die Briefkästen waren über ganz Manhattan und Brooklyn verstreut, von Cafés wie dem Caffe Paradiso in SoHo und dem The Elk in Nolita bis hin zum Juweliergeschäft Tarin Thomas im West Village und dem Big Night in Greenpoint, einem Fachgeschäft für Dinnerpartys.
Dreißig der herausragendsten Briefe – einige herzerwärmend, andere herzzerreißend – wurden ausgewählt, und am 7. Februar in einer eintägigen Ausstellung gezeigt.
„Ich bin nicht mutig genug, dir das persönlich zu sagen, deshalb tue ich es hier“, begann ein herzzerreißender Brief. „Du bedeutest mir so viel.“
„Ich weiß nicht, wie du das machst, aber allein durch dein Sein wirkt alles so viel leichter“, schwärmte eine andere.
Ein Brief war sogar an New York City gerichtet: „Die Stadt, die ich lieben durfte und die mich endlich auch geliebt hat.“
Hayes, die Inhaberin von POPUPFLORIST – die dieses Herzensprojekt letztes Jahr ins Leben rief – kombinierte die Briefe für die Ausstellung mit von den Worten inspirierten Blumenarrangements.



Unter den Gewinnerbriefen des war einer über unerwiderte Liebe, an „das schönste Mädchen, das in der Buchhandlung arbeitet“, mit dem der Verfasser noch nicht den Mut aufgebracht hatte, zu sprechen.
Es gab auch einen herzzerreißenden Liebesbrief an New York von „einer Künstlerin mit großen Träumen“.
„Ich bin in dich verliebt, aber auch in meine Jugendliebe, die nicht hierher ziehen kann, und manchmal fühlt es sich an, als ob mein Herz zwischen zwei verschiedenen Ländern hin- und hergerissen ist“, hieß es in dem Brief.


