
In der Region New York gab es Ende Januar und Anfang Februar eine Kältewelle, die so lange anhielt, dass selbst Teile des Hudson Rivers von Eis bedeckt waren, was nur alle Jahre mal vorkommt.
Dieses NASA Bild wurde vom OLI (Operational Land Imager) an Bord von Landsat 8 aufgenommen. Das Bild ist in Falschfarben (Bänder 5-4-3) dargestellt, um Eis (hellblau) von offenem Wasser und Schnee zu unterscheiden. Vegetation erscheint rot. Eis ist im Hudson River reichlich vorhanden und in geringeren Mengen auch im East River, im Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir im Central Park und in Wasserwegen in New Jersey sichtbar.
Die Temperaturen in New York City sanken am 24. Januar unter den Gefrierpunkt und blieben dort über eine Woche lang. Die Höchsttemperatur am 28. Januar, dem Aufnahmedatum, betrug -5 Grad Celsius (23 Grad Fahrenheit). Niedrige Temperaturen und eisige Winde hielten in diesem Zeitraum weite Teile Ostnordamerikas im Griff, verursacht durch einen Vorstoß arktischer Kaltluft.
Ein Großteil des Eises auf dem Bild stammt wahrscheinlich aus flussaufwärts gelegenen Gebieten, wo die Gezeitenströmungen schwächer und der Salzgehalt niedriger ist. Unter diesen Bedingungen gefriert das Wasser schneller und bei höheren Temperaturen als das schnell fließende Brackwasser nahe der Flussmündung, das hier zu sehen ist. Ein vollständiges Zufrieren des Hudson River um Manhattan ist laut Experten unwahrscheinlich, obwohl dies 1888 tatsächlich vorkam. Dennoch war die Eisbildung so beträchtlich, dass die NYC Ferry ihren Betrieb für mehrere Tage einstellen musste.


