
Einer der ältesten Wolkenkratzer New Yorks wird diesen Sommer erstmals seine Kuppel mit Dachterrasse im 36. Stock für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Das David N. Dinkins Manhattan Municipal Building – ein prachtvolles Regierungsgebäude im Beaux-Arts-Stil am Fuß der Brooklyn Bridge– wird Ende Juni kostenlose Führungen anbieten. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben. Die Stadt hat dafür 6 Millionen USD in eine Renovation investiert.
Die Kuppel, die ursprünglich für die Öffentlichkeit zugänglich sein sollte, ist seit fast 100 Jahren gesperrt. Sie bietet einen 360-Grad-Rundumblick – von den Wolkenkratzern Midtown Manhattans bis zum Atlantik, von der Brooklyn Bridge bis nach New Jersey.
Nach dem Zusammenschluss der fünf Stadtbezirke (Boroughs) Manhattan, Brooklyn, The Bronx, Queens und Staten Island zur ,City of New York‘ im Jahr 1898 benötigte die Stadtverwaltung ein Bauwerk, um seine wachsende Belegschaft unterzubringen; zu diesem Zweck veranstaltete sie zwischen 1888 und 1907 vier Architekturwettbewerbe, um ein Architekturbüro für den Entwurf zu finden. Die Wahl fiel auf William M. Kendall von McKim, Mead & White – jenem Büro, das bereits für die alte Penn Station und das Brooklyn Museum verantwortlich zeichnete. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1909 und nahmen fünf Jahre in Anspruch.
Mit seiner emporragenden klassizistischen Außenfassade und seiner römisch inspirierten Architektur – einschließlich des zentralen Bogens, der dem Konstantinsbogen nachempfunden ist – war das Gebäude als ein machtvolles Statement konzipiert. Zugleich spiegelt es die Ideale der „City Beautiful“-Bewegung wider, die forderte, öffentliche Gebäude müssten von einer solchen Pracht sein, dass sie zu einer vorbildlichen Staatsführung inspirieren.

Auf der Spitze des Municipal Building thront die Statue „Civic Fame“ – eine vergoldete Kupferfigur, entworfen von Adolph A. Weinman. Die über 7,5 Meter hohe Statue trägt ein Schild mit dem Wappen der Stadt New York, einen Blattzweig sowie eine Mauerkrone, deren fünf Zinnen die Boroughs symbolisieren. Es war das erste Gebäude, in das eine U-Bahn-Station integriert wurde, die dem bogenförmigen Eingang des Palazzo Farnese in Rom nachempfunden ist und mit gewölbten Guastavino-Fliesen ausgestattet wurde.


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