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Als New York die Hauptstadt der USA war

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges hatten die Provinz und die Stadt New York stets eine wichtige Rolle gespielt. Der einstige niederländische Handelsstützpunkt am Hudson River hatte sich über 130 Jahre in britischer Hand befunden, als die Kolonie zusammen wie 12 andere 1776 ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten. Nachdem Kingston, die Hauptstadt der Kolonie, 1777 durch britische Truppen niedergebrannt worden waren, rückte New York City immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens: Es diente nicht allein den britischen Truppen als Stützpunkt, sondern für kurze Zeit auch George Washington als Hauptquartier.

Auch nach der erkämpften Unabhängigkeit, im Ringen um eine amerikanische Verfassung, war New York Zünglein an der Waage. Zusammen mit Virginia gehörte es zu den letzten beiden Staaten, die die Verfassung ratifizierten. Während Albany die neue Hauptstadt des Bundesstaats New York wurde, erlangte New York City eine noch größere Ehre: Am 13. September 1788 bestimmte der Kongress die Stadt zur Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Entsprechend legte ihr erster Präsident George Washington dort 1789 an der Wall Street seinen Amtseid ab. Doch bereits 1790 wurde die Stadt von Philadelphia abgelöst, bis im Jahr 1800 der ständige Regierungssitz in der Planhauptstadt Washington D. C. fertiggestellt war.

Dieses Denkmal an der ‘Federal Hall’ auf der Wall Street erinnert an die Amtseinführung von George Washington 1789 – Foto Peter Senner
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