
Strände gehören sicher nicht zu den ersten Sachen, die Menschen in den Sinn kommen, wenn sie an New York denken. Dabei hat die Region auch hier viel zu bieten.
Wer sich hier ins Badegetümmel wirft, erlebt die Einheimischen von einer ganz anderen Seite als auf den Straßen der Stadt. Auch wie sauber der Atlantik um die Megametropole herum ist, überrascht viele, denn nichts darf ungeklärt in den Ozean abgeleitet werden.
Hier stellen wir Ihnen Strände vor, zu denen man von New York aus einfach gelangt, auch ohne Auto, um der heißen schwülen Stadt mit einem Tagesausflug zu entfliehen. (Die berühmtem Hamptons sind nicht Teil dieses Posts, da sie zu weit entfernt und zu exklusiv und teuer sind, aber hier ein eigener Artikel). An allen Stränden gibt es Rettungsschwimmer.
Coney Island in Brooklyn

Coney Island ist trotz des Namens nur eine Halbinsel. Die Eröffnung einer U-Bahn-Station im Jahr 1920 ermöglichte es allen, auch den einfachsten New Yorkern, egal wo in der Stadt sie wohnten, zum Atlantik zu gelangen – eine Sensation zu der Zeit.
Unglaubliche Menschenmengen tummelten sich in den folgenden Jahrzehnten in dem Strandbad. Nicht nur die Bademöglichkeiten zogen Besucher an, sondern auch der Vergnügungspark, der immer noch in Betrieb ist.

Auf der Strandpromenade bekommen Sie bei Nathan’s den bekanntesten Hot Dog Amerikas. Ein paar Hundert Meter weiter ist das New York Aquarium, einer der besten Gelegenheiten in den USA, um seltene Meerestiere zu sehen.

Heute haben die New Yorker mehr Optionen, wenn sie einen Atlantikstrand besuchen wollen und die Zeit der wahnwitzigen Menschenmengen ist vorbei, obwohl es an den Wochenenden noch oft richtig voll wird.
Nach Coney Island kommen Sie mit den U-Bahn-Linien D, F, N und Q.
Orchard Beach in der Bronx

Der fast zwei Kilometer lange Orchard Beach an der Long Island Sound Bucht wurde in den 1930er-Jahren künstlich angelegt. Er ist Teil des Pelham Bay Park, der mit Abstand größten Erholungsfläche New Yorks.
Ein Großteil der Besucher sind Latinos, also Spanisch sprechende New Yorker, viele stammen aus der Karibik und Lateinamerika – entsprechend lebendig ist die Stimmung.

Lassen Sie sich nicht von dem Bild der Bronx aus alten Filmen von einem Besuch abschrecken. Wie praktisch überall in New York ist es hier sicher, die Leute sind freundlich, meist sind es Familien und man kann den Strand vollkommen unbesorgt besuchen.

U-Bahn-Linie Nummer 6 zur Endstation Pelham Bay Park, hier umsteigen in Bus BX5 oder BX12, der zum Strand fährt.
Rockaway Beach in Queens

Der Rockaway Beach in Queens, unweit des JFK Flughafens, zieht sich 140 Blocks von der Beach 9th bis zur Beach 149th lang und ist mit fast 9 km der längste Stadtstrand der USA.
Nach der Beach 73rd Street wird der Strand immer leerer und geht ins dünenhafte über. Dass man sich hier noch immer innerhalb der Stadtgrenzen des Molochs New York befindet, verblüfft.

Rockaway Beach ist der einzige Strand in den Stadtgrenzen, wo Surfen erlaubt ist, und zwar in den Abschnitten 67. – 69. und 87. – 92. Straße.
Zum Rockaway kann man mit einer wunderschönen Fährenfahrt gelangen. Ansonsten U-Bahn-Linie A zur Station Broad Channel. Hier in Linie S zur Station Rockaway Park-Beach 116th Street umsteigen.
Long Beach auf Long Island

Long Beach, ein mehr als fünf Kilometer langer Strand mit feinem, weißem Sand, befindet sich im gleichnamigen Ort.
Die von Shops und Restaurants gesäumte Promenade ist um die 3.5 km lang und bietet Gelegenheit zum Radfahren und Joggen. Surfen ist erlaubt und es gibt Shops, wo man Bretter und anderes Equipment mieten kann.
Am Abend, wenn die meisten Tagesausflügler sich schon wieder auf den Heimweg gemacht haben, kehrt Ruhe in Long Beach ein. Eine wunderschöne Gelegenheit, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Man erreicht Long Beach mit der Regionalbahn ‘Long Island Railroad’ von der Penn Station im Herzen Manhattans. Die knapp 50 km lange Fahrt dauert etwas unter einer Stunde.
Vom Zugbahnhof zum Strand geht man um die 10 Minuten.
Jersey Shore in New Jersey


Die knapp 200 km lange Atlantikküste von New Jersey, hier als Jersey Shore‘ bekannt, ist eine der attraktivsten Teile der USA für Strandaufenthalte im Sommer. Von New York aus eignen sich einige Orte sogar für Tagesausflüge.
Seit Generationen ist Strandleben wichtiger Teil der Identität dieser Region und die Sommerbadeorte auf der Jersey Shore finden sich auf praktisch jeder Liste der besten ‘Beach Towns‘ im Land, besonders Asbury Park, Belmar oder Cape May (der letztere Ort ist jedoch etwas weit für einen Tagestrip).
Erreicht werden können die Orte mit New Jersey Transit-Zügen, die von der Penn Station im Herzen von Manhattan abfahren.
FKK-Strand Gunnison Beach ist Teil der der Jersey Shore



In Sandy Hook dem nördlichsten Teil der Jersey Shore, befindet sich einer der größten und beliebtesten Nacktbadestrände an der amerikanischen Ostküste: Gunnison Beach.
Der gut 3km lange Strand war einmal Standort einer Militärbasis. Soldaten sollen häufig nackt ins Wasser gesprungen sein und so eine Tradition des Nacktbadens begründet haben. Anfang der 70er Jahre wurde die Militäranlage stillgelegt und Gunnison Beach wurde später zum einzigen, offiziell genehmigten FKK-Strand im Raum New York. (Es wird aber auch an anderen Stellen „inoffiziell” nackgebadet).
Gunnison Beach ist so beliebt, dass man während der Saison häufig vergeblich nach einem Parkplatz sucht. Es ist aber einfach, ohne Auto dorthin zu gelangen. Von der Wall Street in Manhattan gibt es eine Fähre, die FKKler innerhalb von 35 Minuten nach Sandy Hook bringt. (Gunnison Beach gehört zu Sandy Hook).
Neben FKK ist der Strand auch ein schöner Ort, um zu wandern und Vögel zu beobachten.
Fire Island

Der Großteil der Long Island vorgelagerten Insel Fire Island steht unter Naturschutz; dazu gehört ein rund elf Kilometer langer Wildnisbereich, in dem man uralte Küstenwälder und unberührte Dünenlandschaften erkunden kann. Die Insel ist amerikaweit, vor allem USA für ihre lebendige LGBTQ+ Szene bekannt.

Auf der schmalen, etwa 50 km langen, weitgehend autofreien Insel gibt es Strände mit Dünen und Salzwiesen und 17 Ortschaften, mit Ocean City als Zentrum. Das Gebiet umfasst zudem die „Fire Island National Seashore“, ein vom National Park Service verwaltetes Schutzgebiet, das 1969 eingerichtet wurde, um die Küstenlandschaft zu bewahren und eine übermäßige Bebauung zu verhindern.

Anreise: Nehmen Sie die Long Island Railroad von Manhattan zu einer der drei Stationen der „Montauk Branch“-Linie und fahren Sie anschließend mit einem Shuttlebus oder Taxi zu einer der drei Fähranlegestellen. „Fire Island Ferries“ bedient das westliche Ende der Insel und betreibt zudem das „Fire Island Water Taxi“. Der „Sayville Ferry Service“ verbindet das Festland mit den zentralen und östlichen Ortschaften, während die „Davis Park Ferry“ die östlichsten Bereiche ansteuert.





