New York 360

Summer in the City – das machen die New Yorker in der heißen Jahreszeit

von Erol Inanc
Gründer New York Aktuell
02-07-2021

Summer Sommer
Shakespeare in the Park im Central Park

Der Sommer ist eine ganz besondere Zeit in New York. Das gilt dieses Jahr, in dem die Stadt beginnt, die Coronakrise hinter sich zu lassen, noch mehr als sonst.

In der heißen Jahreszeit legt New York ein etwas langsameres Tempo als sonst an den Tag und ist oft leerer als gewohnt, besonders an den Wochenenden, wenn viele Bewohner der Metropole entfliehen. Für Besucher sind die Sommermonate aber eine wunderbare um die Stadt zu geniessen und zu entdecken.

Sitzt man mit einem Drink in der Hand in einer der Dachterrassen – oder Rooftop Bars, wie sie hier heißen, und blickt umringt von Hochhäusern auf die Straßen Manhattans hinunter, fühlt man sich wie in einen Film versetzt. An den Atlantikstränden, an denen man sich unter das New Yorker Volk mischen kann. Bei der Freiluft-Kultur dreht New York im Sommer auf und es gibt viele Musik-, Film- und Theaterevents.

Wir haben überprüft, dass die einzelnen Establishments nicht coronabedingt geschlossen sind und dass die gelisteten Events 2021 auch stattfinden, aber wir empfehlen unseren Lesern selbst noch einmal zu checken, bevor man sich auf den Weg macht.

Dachterassenbars

Eine typisch New Yorker Art, einen Sommernachmittag oder -abend zu genießen, sind Rooftop-Bars: Dachterrassenbars, von denen aus man neben einem Cocktail wie etwa einem Appletini (Apfelmartinis, die in New York letzten Jahren sehr in geworden sind) oder ganz simpel einem Glas Bier oder Wein, auch die atemberaubende Sicht auf Manhattan genießen kann. Die meisten Rooftop-Bars sind auf den Dächern von trendigen Designerhotels, mit entsprechend schicken Besuchern, die oft aus Plastikbechern trinken aus Angst davor, von Fußgängern, denen ein Glas auf den Kopf fällt, verklagt zu werden.

Achtung: Da Rooftop-Bars nur einen kleinen, aber wachsenden`Teil der unzähligen Bars in New York ausmachen, sind sie oft sehr voll und das Personal kann ruppig und arrogant wirken. Einige Bars arbeiten auch mit Türstehern, deren manchmal unergründlichen Anforderungen man genügen muss. Deshalb meine Empfehlung: Wer mit hohen Preisen von 12 Dollar und aufwärts für ein Getränk etwas Stress und der Gefahr des Abgewiesenwerdens – alles Dinge, die zum Leben in New York dazugehören, da man nur einer von Millionen ist – nicht klar kommt, sollte die beschriebenen Bars nicht aufsuchen. Trendig anziehen hilft, Bermuda-Shorts und ähnliches sind oft verpönt. Sie steigern Ihre Chancen, wenn sie Sonntag bis Mittwoch ausgehen, auch kann es dann etwas leerer sein. Wenn alles klappt, kann der Besuch einer Rooftop Bar ein unvergessliches New-York-Erlebnis sein.

Hier unsere Lieblings-Dachterrassenbars:

Somewhere Nowhere NYC

Somewhere Nowhere NYC

Somewhere Nowhere – ein ganz neuer (Eröffnung 1. Juli 2021) Nachtclub/Lounge in den beiden obersten Etagen des Renaissance Chelsea Hotels, wo es Tag und Nacht Tanzpartys mit Top-DJs gibt.

Foto – Dan Nielsen Photography

Objekte wie Blumenkronen, Gnome und Glühwürmchen sind Teil des fantastischen Dekors des 500 qm großen Clubs. Architekten und Designern des federführenden Büros Stonehill Taylor zufolge soll das geschaffene Umfeld die Gäste in ein verträumtes, ‘vollsensorisches‘ Märchenland entführen.

Was Somewhere Nowhere einzigartig macht, ist der 130 Meter über der Stadt gelegene Outdoor-Pool – der höchste in New York.

Somewhere Nowhere – ein neuer Nachtclub/Lounge in den beiden obersten Etagen des Renaissance Chelsea Hotels – wurde am Donnerstag eröffnet. Hier soll es Tag und Nacht Tanzpartys mit Top-DJs geben.

Foto – Dan Nielsen Photography

Objekte wie Blumenkronen, Gnome und Glühwürmchen sind Teil des fantastischen Dekors des 500 qm großen Clubs. Architekten und Designern des federführenden Büros Stonehill Taylor zufolge soll das geschaffene Umfeld die Gäste in ein verträumtes, ‘vollsensorisches‘ Märchenland entführen.

Was Somewhere Nowhere einzigartig macht, ist der 130 Meter über der Stadt gelegene Outdoor-Pool – der höchste in New York.

Foto – Bar 65
Bar Sixty Five auf 30 Rockefeller Center

Auf dem 65. Stock von 30 Rockefeller Plaza, dem gleichen Gebäude auf den sich auch die Top of the Rock Aussichtsplattform befindet, ist die Bar Sixty Five. Die Lage ziemlich genau in der Mitte von Manhattan ist unübertreffbar. Es wird Wert auf ein nettes Erscheinungsbild gelegt, und den Herren wird empfohlen, Hemd und Jacket zu tragen.

Bar Sixtý Five – 30 Rockefeller Plaza – Midtown, Manhattan Webseite

Bar 54
Bar 54 auf dem Hyatt Centric Hotel

Die Bar 54 auf dem Dach des Hyatt Centric Hotel am Times Square ist eine der höchsten Rooftop Bars in New York. Der Blick vom 54. Stock geht weit in alle Richtungen, und sogar den Central Park sieht man von hier. Die Rezepte für die Drinks stammen von Julie Reiner, die auch schon für die renommierten Clover und Flatiron Lounge Cocktail Bars spezielle Drinks kreiert hat.

135 West 45th Street, Midtown, Manhattan Webseite

Penthouse 808 – Foto Ravel Hotel
Penthouse 808 auf dem Ravel Hotel Rooftop (Long Island City, Queens)

Das Ravel Hotel in Queens, auf der anderen Seite des East River, bietet Ihnen eine geniale Sicht auf die Skyline von Midtown Manhattan. Geöffnet ist ab 17 Uhr, sonntags wird ab 11 Uhr auch Brunch angeboten. Das 808 hat auch einen ausgezeichneten Ruf in der Dance Music Szene und oft legen sehr gute DJs hier auf.

8-08 Queens Plaza South, Long Island City, Queens Webseite

Jimmy
‘Jimmy’ auf dem Dach des James Hotel

Diese Rooftop-Bar im trendigen SoHo ist eine der edelsten in Manhattan. Der Blick hier reicht vom Hudson bis zum East River mit der Brooklyn Bridge.

27 Grand Street, zwischen Thompson Street und 6th Avenue, Manhattan Webseite

230 Fifth – Foto – Bryan Wilson
230 Fifth Avenue

Der Klassiker unter den Dachterrassenbars in New York. Die Adresse dieser Rooftop-Bar ist auch zugleich ihr Name. Auf dem 20. Stockwerk gelegen, ist 230 mit über 1.200 Quadratmetern riesig für Manhattaner Verhältnisse. Dekoriert mit Warmwetterpflanzen wie Palmen, Glyzinien und Hibiskus fühlt man sich wie in den Tropen über Manhattan. Von hier haben Sie eine hervorragende Sicht auf Midtown Manhattan. Das Empire State Building ist so nah, dass man fast glaubt, es mit ausgestreckter Hand erreichen zu können.

230 Fifth Avenue befindet sich an der Ecke 5th Avenue und 27th Street, Manhattan Webseite

Foto – Sky Room
Sky Room

Die grösste Rooftop-Bar Manhattans erstreckt sich über die ganzen 33. und 34. Stockwerke des Fairfield Inn Hotel und bietet Blick in alle Richtungen.

Im Fairfield Inn Hotel, 330 West 40th Street, zwischen 9th und 10th Avenue, Midtown West, Manhattan Webseite

Auch noch toll:

Salon De Ning – Dachterassenbar auf dem edlen Peninsula Hotel, mit Blick über die Fifth Avenue
Webseite
Press Lounge – Dachterassenbar auf dem schicken Ink 48 Hotel, mit toller 360 Grad Panorama Aussicht
Webseite

Rockaway Beach in Queens – hier kann man sogar surfen – Foto Duane Upton

Die Strände – mit der U-Bahn an die Atlantikküste – das gibt es nur in NYC

An einen Badeausflug denken nur die Wenigsten, wenn sie New York hören. Dabei liegen innerhalb und kurz außerhalb der Stadtgrenzen wunderschöne Strände. Touristen gibt es hier praktisch keine, die bleiben alle in der Stadt. Wenn Sie sich hier ins Badegetümmel werfen, erleben Sie ein echtes Stück New York. Der Atlantik ist in der Megastadt New York überraschend sauber, denn nichts darf ungeklärt in den Ozean abgeleitet werden. Man kann hier problemlos baden, was Millionen Menschen auch jeden Sommer tun.

Hier einige Strände in New York und wie man hinkommt:

Coney Island – der ultimative Großstadtstrand

Coney Island in Brooklyn

Coney Island ist seinem Namen zum Trotz keine Insel, sondern ein etwas halbinselmäßig geformtes Stadtviertel in Brooklyn, das am Atlantik liegt. Die Strandpromenade und der Vergnügungspark sind legendär und amerikaweit bekannt.

Die Eröffnung einer U-Bahn-Station im Jahre 1920 ermöglichte es mit einem Schlag Menschen aus allen Teilen New Yorks hierher zu kommen. Hunderttausende tummelten sich damals an den Wochenenden an diesem Ort und Coney Island wurde als das „Paradies des armen Mannes“ bezeichnet. Wie ganz New York durchlief auch Coney Island in den 70-er und 80-er Jahren schwere Zeiten. Sichtbar ist dies noch heute, betrachtet man den Vergnügungspark Astroland mit seinem New-York-weit bekannten Riesenrad, der auf charmante Weise leicht heruntergekommen wirkt.

Auf der Strandpromenade bekommen Sie bei Nathan’s den bekanntesten Hot Dog Amerikas. In Coney Island finden Sie außerdem das New York Aquarium, einen der besten Zoos für Meerestiere in den USA. Eine U-Bahn-Station vorher, in Brighton Beach, finden Sie eine der weltweit größten Gemeinden von Menschen aus den früheren Sowjetrepubliken außerhalb der ehemaligen UdSSR.

Der Boom in New York hat nun auch Coney Island erreicht und es existiert ein milliardenschwerer Umgestaltungsplan. Vieles dieses alten Stücks von New York ist am Verschwinden.

Die U-Bahn-Station Coney Island/Stillwell Avenue erreichen Sie mit den U-Bahn-Linien D, F, N und Q. Nach Brighton Beach gelangen Sie mit den Linien B und Q.

Empfehlung: Gehen Sie von der U-Bahn-Station Brighton Beach die 10-15 Minuten zum Coney Island Beach zu Fuß. Es ist eine schöne, reizvolle Strecke, in deren Mitte das NY-Aquarium liegt.

Orchard Beach in der Bronx – Foto Dan De Luca via Flickr

Orchard Beach in der Bronx

Dieser fast zwei Kilometer lange, künstlich angelegte Strand befindet sich im größten Park New Yorks, dem Pelham Bay Park (über 3-mal so groß wie der Central Park). Der Strand wurde in den 30er Jahren künstlich erschaffen und trägt in New York den Spitznamen „Bronx Riviera“. Er befindet sich an der Bucht Long Island Sound.
Ein Großteil der Besucher sind Latinos, also Spanisch sprechende New Yorker, viele stammen aus der Karibik und Lateinamerika – entsprechend lebendig ist die Stimmung.

Die Bronx hat so viele Einwohner wie Hamburg. Der aus Filmen bekannte berühmt-berüchtigte Teil ist die South Bronx (die übrigens mittlerweile anders aussieht, als man sie aus alten Filmen kennt). Mit diesem veralteten Bild von der Bronx hat der Orchard Beach nichts zu tun. Wie praktisch überall in NY ist es hier sicher, die Leute sind freundlich und man kann den Strand vollkommen unbesorgt besuchen.

Anfahrt: U-Bahn-Linie Nummer 6 zur Endstation Pelham Bay Park, hier umsteigen in Bus BX5 oder BX12, der zum Strand fährt.

Dünen in New York City kann man am Rockaway Beach erleben – Foto Wiki Commons

Rockaway Beach in Queens

Der Rockaway Beach ist mit einer Länge von 140 Blocks zwischen der Beach 9th und Beach 149th der größte Stadtstrand der USA. Er zieht sich durch ganz verschiedene Gegenden und spiegelt in seiner Vielseitigkeit den Charakter der Stadt New York wider (Orientierungskarte auf dem unten stehenden Link).

In der Gegend gleich östlich vom Jacob Riis Park sieht man meist wohlhabende Einheimische, deren Anwesen Privateingänge zum Strand haben. In der Nähe der U-Bahn-Station Rockaway Park wird der Strand jünger und lebendiger mit jungen Männern, die Reggae aus Radios spielen und deren Freundinnen im Bikini posieren. Diese mischen sich mit den Senioren aus den Altenheimen, die an diesem Teil des Strands liegen.

Der nächste Abschnitt zwischen der Beach 73rd und 103rd Street ist ruhiger und wirkt durch eine Bauweise, bei der die Wohnhäuser weit vom Strand wegversetzt stehen, sehr geordnet.

Nach der Beach 73rd Street wird der Strand immer leerer und geht ins dünenhafte über. Dass man sich hier noch immer innerhalb der Stadtgrenzen des Molochs New York befindet, ist immer wieder verblüffend.

Anfahrt: U-Bahn-Linie A zur Station Broad Channel. Hier in Linie S zur Station Rockaway Park-Beach 116th Street umsteigen.

Anfahrt zu anderen Teilen des Strandes: Linie A oder S bis zum Beach 90th St.; A oder S bis zum Beach 98th St.; A oder S bis zum Beach 105th St.

Rockaway Beach ist der einzige Strand in den Stadtgrenzen, wo Surfen erlaubt ist, und zwar in den Abschnitten 67. – 69. und 87. – 92. Straße.

Open Air Veranstaltungen

Im Sommer gibt es in New York eine Unmenge an Open Air-Veranstaltungen in vielen der schönsten Gegenden der Stadt. Von Freilichtkino und Rockkonzerten bis hin zu Shakespeare-Stücken im Central Park wird Vielseitiges geboten. Einige Events werden privat gesponsert und sind kostenfrei.

Es empfiehlt sich, mindestens eine Stunde vor Beginn am Veranstaltungsort einzutreffen, denn in der Millionenmetrople New York füllen sich solche attraktiven Events immer schnell.

Central Park Summer Stage

Central Park Summerstage

Die Central Park Summerstage ist ein Veranstaltungsort, an dem jedes Jahr im Juni, Juli, August und September eine Konzertreihe stattfindet, bei der bekannte Solokünstler und Bands unter freiem Himmel in Superstimmung im Central Park auftreten. Die Summerstage existiert nun seit über 20 Jahren und das Festival ist einem jeden New Yorker Musikliebhaber ein Begriff.

Konzerte finden im Rumsey Playfield statt (Eingang Fifth Avenue, Ecke 69th Street).

Infos zu den Künstlern, die dieses Jahr hier auftreten und Eintrittskarten finden Sie hier.

River to River Festival

Das Sommerfestival in New York.

Im Rahmen des Festivals finden verschiedenste kostenlose (!) Events in den Parks, vornehmlich im südlichen Teil Manhattans statt. Die Vielseitigkeit des Programms, das aus Freilichtkino, Konzerten, Tanzveranstaltungen u.v.m. besteht, ist beeindruckend.

Mehr Infos (unter anderem ein 34-seitiges Programm zum Downloaden) auf der River to River Webseite.

Eines von Shakespeares Werken, die Kömödie ‘Twelthh Night’, wird im Delacorte Theatre im Central Park aufgeführt, im Hintergrund das Belvedere Castle – Foto Tamara Scholl

Wer bei Shakespeare an verstaubte Gedichtbände denkt, kann falscher nicht liegen. Der Barde der englischsprachigen Welt hat nie Aktualität nie verloren. Jede Generation frischt Shakespeare auf eigene Weise auf und interpretiert seine Werke immer wieder neu. Schon Hollywood-Stars wie Marlon Brando oder Leonardo Di Caprio versuchten sich über die Jahre an Shakespeares Material. In diesem Geiste steht das Festival “Shakespeare in the Park”. In einem wunderschönen Amphitheater treten hier etablierte Schauspieler, manchmal auch weltbekannte Stars wie Meryl Streep und Denzel Washington, auf. Die Inszenierungen reichen von traditionell bis experimentell. Shakespeare in the Park ist absoluter Kult in der New Yorker Theaterwelt, die Karten sind kostenlos.

Die Kehrseite? Um eine Chance zu haben, an die begehrten Karten zu kommen, muss jeder, der kein spendendes Mitglied der Theaterorganisation ist, sich mindestens 4–5 Stunden vor Ausgabe der Tickets einen Platz in der Schlange sichern, besser noch früher.

Mehr Infos zur Kartenvergabe und die Wegbeschreibung zum Delacorte Theater im Central Park finden Sie auf dieser Website.

Freiluftkino

Filme im Bryant Park – Foto Bryant Park
Filme im Bryant Park

Die bekannteste und beliebteste der New Yorker Freiluftkinoveranstaltungen, sind die Vorführungen im Bryant Park, mitten in Manhattan.

Hier werden montags abends Klassiker gezeigt. Vorstellungsbeginn ist bei Dämmerung um ca. 20 – 20.30 Uhr. Einlass ab 17 Uhr. Je früher man eintrifft, desto besser. Der Bryant Park befindet sich auf der 24th Street zwischen 5th und 6th Avenue.

Mehr Infos hier.

Filmstart ist bei Anbruch der Dämmerung – Foto – Hudson River Park
Hudson River Flicks

Das Programm ist gemischt, gezeigt werden neuere Hollywooderfolge bis hin zu Monumentalfilmen wie Ben Hur.

Filme werden an den Hudson Piers im Südwesten Manhattans gezeigt. Vorstellungsbeginn ist bei Dämmerung. Mehr Infos hier.

Für ein aktuelles Tagesprogramm aller Festivals empfehle ich, sich die Stadtzeitung Time Out New York zu besorgen. Sie erscheint jeden Mittwoch und wird dann an U-Bahn Stationen verteilt und liegt die Woche über in roten Kästen in der ganzen Stadt aus. Viel Info findet man auch auf dieser Seite.

Auch noch – Besuch des neuen Little Island Park

Foto Timoth Schenck – Heatherwick Studios

Im Juni 2021 wurde New Yorks neuester und vielleicht ungewöhnlichster Park eröffnet.

Little Island liegt an der West 13th Street in Manhattans trendigem Meatpacking District, gleich bei der High Line und besteht aus 132 Betonschalen, die auf 280 Säulen stehen.

Auf einer Größe von eineinhalb Fußballfeldern wird viel geboten. Chefdesigner Thomas Heatherwick, der auch The Vessel entwarf, die begehbare Struktur, die den Mittelpunkt des neuen Hudson Yards Komplex bildet, unterteilte den Park in drei Hauptbereiche. Der lebendige Playground mit Gastronomie, die ruhige Glade (Lichtung) und The Amph, ein Amphitheater mit 687 Sitzen, wo kostenloses oder preiswertes Live-Entertainment geboten wird.

Im Westen Manhattans gelegen ist Little Island ein schöner Ort, um den Sonnenuntergang in New York zu genießen.

Eine Designkomponente ist entscheidend für die besondere Atmosphäre von Little Island. Die Betonsäulen haben verschiedene Höhen. Dadurch wurde es möglich, viel Abwechslung zu schaffen, und sogar sanfte Hügel und Hänge in dem kleinen Gelände anzulegen. Die Bepflanzung ist spektakulär. Es gibt 35 Arten von Bäumen, 65 Sträuchergattungen und 270 verschiedene Gräser, Stauden und Reben.

Foto Timothy Schenck – Heatherwick Studios

Little Island kann über zwei Brücken erreicht werden. Eine davon, die South Bridge, verläuft unter den Betonschalen und bietet Zugang von der West Side Highway Esplanade, einer Promenade, die am Hudson River entlangläuft. Wo der Park steht, war früher einmal das Pier 54, an dem 1912 die Überlebenden der Titanic ankamen. Ein Tor, das Teil des damaligen Terminals war, steht am Anfang der South Bridge.

Little Island ist täglich von 6 Uhr bis 1 Uhr geöffnet. Zwischen 12 Uhr und 20 Uhr sind Reservationen erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos.

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