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Der erste elektrisch beleuchtete Weihnachtsbaum stand 1882 in New York

von Erol Inanc
Gründer New York Aktuell
22-12-2020

Der erste elektrisch geschmückte Baum 1882 – Bild Thomas Edison Museum

Die Geschichte des elektrischen Weihnachtsbaumschmuck beginnt in New York.

1880 erhielt der New Yorker Erfinder Thomas Edison das Patent auf die Glühbirne. Zwei Jahre später versetzte sein Geschäftspartner bei der Edison Electric Light Company, Edward Hibberd Johnson, Besucher seines Stadthauses auf der East 36th Street in Manhattan in Erstaunen. Hibberds Weihnachtsbaum war der weltweit erste, der mit einer elektrischen Lichterkette geschmückt war. 80 Lampen erstrahlten in Blau, Rot und Weiß.

1895 ließ US-Präsident Grover Cleveland den Weihnachtsbaum im Weißen Haus erstmals mit elektrischen Lichterketten dekorieren, was gewaltiges Aufsehen erregte.

Elektrische Lichter waren zunächst sehr teuer und die Installation erforderte die Dienste eines Fachmanns. Als die Herstellungskosten für die Lichter sanken und es einfacher war, sie zu nutzen, brachte General Electric 1903 ein erstes Weihnachtslichter-Massenprodukt in den Verkauf. Das Set war bereits verkabelt und musste nur noch eingesteckt werden. Der Preis war relativ erschwinglich. Dass die Brandgefahr viel geringer als bei Wachskerzen war, war ein wichtiges Verkaufsargument.

Zuerst waren verspieltere Motive wie bunte Blumen, Tiere oder Nüsse gängig. In den 1920er-Jahren setzten sich dann die Ketten mit kerzenförmigen Lichtern, wie man sie auch heute noch oft sieht, durch. In Europa wurde elektrischer Baumschmuck überhaupt erst in dieser Zeit populär.

Der erste öffentliche, elektrisch beleuchtete Weihnachtsbaum in Deutschland wurde 1924 in Weimar aufgestellt.

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