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Bundesbank stellt klar: Deutsches Gold im Wert von 164 Mrd. Euro bleibt in New York

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Federal Reserve – Hier lagert deutsches Gold im Wert von 200 Mrd. USD

Die Bundesbank sieht derzeit keinen Anlass, deutsche Goldreserven aus den USA nach Deutschland zurückzuführen. Die dort gelagerten Bestände seien trotz politischer Unsicherheiten sicher, sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel am Donnerstag.

Nagel erklärte im Gespräch mit „Bloomberg TV“, er habe „keine Zweifel“, dass die bei der Federal Reserve in New York gelagerten Bestände sicher seien. Alles sei „sehr verlässlich“, sagte er und verwies auf jahrzehntelange gute Beziehungen zu den US-Partnerinstitutionen. Daher sehe er „keine Notwendigkeit, Gold aus den USA nach Deutschland zurückzuführen“, so Nagel.

Deutschland hat nach den USA die größten Goldreserven der Erde. Es sind 270.000 Barren mit einem Gewicht von insgesamt 3.375 Tonnen, 1236 Tonnen liegen in New York.

Das das Gold so gut aufgehoben in den USA ist, wird vielerorts anders gesehen. Angesichts von Donald Trumps Unberechenbarkeit und europafeindlichen Verhaltens forderte Emanuel Mönch, der frühere Leiter der Forschungsabteilung der Bundesbank im Januar, dass über eine Rückholaktion für die 1236 Tonnen an deutschem Gold, die in New York liegen und einen derzeitigen Marktwert von 164 Mrd. Euro haben, nachgedacht wird. Es sei „aktuell riskant, so viel Gold in den USA zu lagern“, sagte er dem Handelsblatt.

Hinter Mönchs Forderung steht die Sorge, ob sich Deutschland weiterhin auf die USA verlassen kann. Präsident Trump fordert mehr Kontrolle über die Federal Reserve, stellt die Sicherheit der US-Goldreserven infrage und wollte sie, bevor er sich mit Elon Musk überwarf, von diesem „prüfen“ lassen.

Letztes Jahr forderte Michael Jäger, Präsident des Europäischen Steuerzahlerbundes, dass mindestens eine physische Inspektion der deutschen Goldreserven in New York durch deutsches Personal vorgenommen wird. „Wenn selbst Trump das Gold der USA in Fort Knox in Augenschein nehmen will, dann müsste das auch die Mindestanforderung der neuen Bundesregierung für das deutsche Gold in den USA sein“, sagte er der „Bild“.

Bereits 2013 kündigte die Bundesbank ein umfassendes Rückholprogramm an. Bis 2020 wurden insgesamt 674 Tonnen Gold aus New York und Paris nach Frankfurt verlagert.

Dass soviel Gold, das der Bundesrepublik Deutschland gehört und von der Bundesbank verwaltet wird, in New York liegt, ist auf den lange florierenden Export von Deutschland in die USA begründet. Die vielen so verdienten US-Dollar wurden bei der Federal Reserve gegen Goldforderungen eingetauscht. Das Gold ist also in den USA entstanden, nicht dorthin gebracht worden.

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