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Nachdem die Skulptur wegen Selbstmorden mehrere Monate geschlossen war – The Vessel wieder für Besucher offen

Foto – Mark Wickens

The Vessel, die begehbare Skulptur, die im Zentrum der Hudson Yards – einem 25 Mrd. USD teuren Komplex mit Bürotürmen, Wohngebäuden und Einzelhandel – steht, ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Nachdem mehrere Selbstmörder von der Plastik in ihren Tod stürzten, wurde das Kunstwerk im Januar geschlossen.

Seit der Wiedereröffnung ist drei Mal so viel Sicherheitspersonal vor Ort. Einzelne Besucher werden nicht mehr eingelassen, man muss mindestens zu zweit kommen. Die Mitarbeiter erhielten Schulungen, die dabei helfen sollen, potentielle Selbstmörder an ihrem Verhalten zu erkennen. Am Eingang wurde ein Schild mit Kontaktinfo für die ‘National Suicide Prevention Lifeline‘, eine telefonische Beratungsstelle für suizidgefährdete Menschen, angebracht.

Das zuständige ‘Community Board‘ (in etwa Bezirksausschuss) forderte, die bestehenden Barrieren zu erhöhen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass dies der wirksamste Weg sei, um Selbstmorde zu verhindern. Hudson Yards war dazu nicht bereit.

The Vessel bietet eine eindrucksvolle Aussicht auf Manhattan und den Hudson River. Die fast 50 m hohe Skulptur wurde von dem renommierten Londoner Designer Thomas Heatherwick entworfen und kostete 200 Mio. USD. Sie besteht aus 154 miteinander verbundenen Treppen mit 80 Stehflächen. Vor der Pandemie besuchten täglich Tausende Menschen das Kunstwerk.

Für die Tickets, die bisher kostenlos waren, werden jetzt 10 USD berechnet. Die Erlöse sollen laut Hudson Yards die Kosten für die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen abdecken.

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