
Rumäne, der wegen tödlichen Unfalls mit Fahrerflucht in Queens gesucht wurde, aus Deutschland in die USA ausgeliefert
Florin Stoian, ein 30-jähriger Rumäne, der beschuldigt wird, 2022 in Queens einen 74-Jährigen mit seinem BMW überfahren und anschließend geflohen zu sein, wurde nach drei Jahren Haft, die er in Deutschland wegen Diebstahlsdelikten verbrachte, nach New York ausgeliefert.
Laut New Yorker Polizei (NYPD) fuhr Stoian am 14. August 2022 gegen 19:40 Uhr mit einem BMW auf der Myrtle Avenue in der Nähe der Hancock Street in Queens, als er versuchte, den Verkehr zu umfahren. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und erfasste den Lieferfahrer Be Tran, der 50 Meter weit geschleudert wurde. Tran erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Stoian flüchtete zu Fuß, kehrte jedoch wenig später zurück und zündete seinen Wagen an. Das Feuer griff auf mehrere andere Fahrzeuge und ein nahe gelegenes Gebäude über.
„Der Beschuldigte dachte offensichtlich nicht daran, dem Opfer zu helfen, nicht an die Familie, die der Mann hinterlässt, und nicht daran für seine Tat geradezustehen. Stattdessen flüchtete er feige“, so Lieutenant Jag Singh von der Verkehrsunfallermittlungsgruppe des NYPD.
Laut NYPD ist Stoian Mitglied eines rumänischen Verbrechersyndikats und benutzt mehrere falsche Namen. Die Behörde verfolgte eine seiner gefälschten Kreditkarten bis nach Michigan, verlor ihn dann aber aus den Augen, nachdem er nach Kanada geflohen war.
Ein genehmigtes Auslieferungsersuchen ermöglichte es NYPD-Detektiven den Mann direkt nach seiner Haftentlassung in Deutschland nach New York zu bringen wo er ins 104. Polizeirevier in Queens kam, innerhalb dessen Grenzen sich die Tat abspielte.
Der Rumäne wird wegen Totschlags, fahrlässiger Tötung, Körperverletzung, Brandstiftung, Fahrerflucht, Sachbeschädigung, Beweismittelmanipulation und rücksichtslosen Fahrens angeklagt.
Stoian scheint es an Selbstmitleid nicht zu fehlen: „Es ist einfach passiert“, sagte er. „Es war ein Unfall. Ich wollte das nicht. Es tut mir leid für seine Familie. Ich habe auch Familie, ich habe Kinder. Es ist schwer für sie. Ich hatte Angst, deshalb bin ich geflohen.“


