
Joe Calvello, der Pressesprecher des Bürgermeisters, erklärte, Mamdani habe dem Präsidenten ein Projekt für den Bau von 12.000 Apartments präsentiert. Sie sollen über den Sunnyside Yards Rangierbahnhof in Queens errichtet werden und würden laut Mamdani „eine der größten Bundesinvestitionen in den New Yorker Wohnungsbau der letzten 50 Jahre“ erfordern. Trump habe sich von der Idee „begeistert“ gezeigt.
Auf seinen Social-Media-Kanälen teilte Mamdani ein Foto, das ihn im Oval Office zeigt. Neben ihm steht Trump, der zwei Titelseiten der New York Daily News in die Höhe hält, die Mamdani mitgebracht hatte. Auf einer echten aus dem Jahr 1973 steht “Ford to City: Drop Dead“ (Präsident Ford sagt der Stadt, dass sie tot umfallen soll) und bezieht sich auf die Verweigerung von Finanzhilfen, die New York zur Abwendung eines Stadtbankrotts brauchte (Ford genehmigte sie später doch). Die zweite gibt zu erkennen, dass Mamdani bereit ist, Trump zu schmeicheln, wenn es ins Konzept passt. Auf ihr steht „Trump to City: Let’s build“ (Trump zur Stadt – Lasst uns bauen) mit dem Text darunter: „Trump baut über 12.000 Wohnungen; so viele wie seit 1973 nicht mehr.“ Der gelobte Präsident grinst freudig.
Laut Mamdani habe er auch die Verhaftung Mamdani von Elmina Aghayeva, eine Studentin an der Columbia University, am Donnerstag von durch die Einwanderungsbehörde ICE mit Trump besprochen. Deren Beamten sollen sich als Polizisten ausgegeben haben, die nach einem vermissten Kind suchten, um sich Zutritt zu dem Gebäude, in dem Aghayeva lebt, zu verschaffen. Ein ICE Sprecher dementierte dies.
Mamdanis Sprecher erklärte, der Bürgermeister habe den Präsidenten direkt um Aghayevas Freilassung gebeten und ihm eine Liste mit vier weiteren Studenten, die in New York inhaftiert worden waren, übergeben, mit der Bitte, auch deren Einwanderungsverfahren einzustellen
Es war das zweite persönliche Treffen der beiden New Yorker nach einem unerwartet herzlichen ersten Gipfel im November nach dem Sieg Mamdanis. Während des Wahlkampfs hatte Trump Mamdani als „kommunistischen Irren“ und „totalen Spinner“ bezeichnet und rief New Yorker dazu auf, für Gegenkandidaten Andrew Cuomo zu stimmen.
Seit seinem Amtsantritt hat Mamdani – der einst versprochen hatte, „Donald Trumps schlimmster Albtraum“ zu sein – wenig getan, um den Präsidenten zu verärgern. Auch zu Regierungsmaßnahmen, die New York betreffen könnten, äußerte er sich nur selten, insbesondere zu Trumps Drohungen der Stadt, Bundesmittel in großem Stil zu entziehen.
Bei seiner großen Rede zur Lage der Nation (State of the Union Address) am Montag lobte Trump Mamdani auf seine Art. „Der neue kommunistische Bürgermeister von New York City ist eigentlich ein netter Kerl. Ich spreche oft mit ihm. Schlechte Politik, aber netter Kerl.“