
Im gesamten Staat New York gilt ab sofort ein neues Gesetz, genannt ,Cash Acceptance Law’, das den stationären Handel zur Annahme von Bargeld verpflichtet. Laut den Politikern, die sich für die Initiative stark machten, soll es verhindern, dass gegen Verbraucher ohne Zugang zu Bankkonten, Kreditkarten oder digitalen Bezahlsystemen diskriminiert wird und auch sie uneingeschränkten Zugang zu Waren und Dienstleistungen erhalten. Laut manchen Schätzungen gehört jeder zehnte Haushalt in New York zu dieser Gruppe. Viele dieser Menschen hatten ihren Unmut über den Trend hin zum rein bargeldlosen Bezahlen geäußert – eine Entwicklung, die während der Pandemie an Fahrt aufnahm.
Neben der Pflicht zu Annahme von Bargeld schreibt das Gesetz auch Preisparität vor. Der ausgewiesene Preis muss für alle Kunden identisch sein – unabhängig davon, ob bar oder elektronisch bezahlt wird. Bei einem ersten Verstoß kann eine Geldbuße von bis zu 1.000 USD verhängt werden, beim zweiten Mal bis zu 1.500 USD.
Folgende Ausnahmen räumt das Gesetz ein:
Geschäfte sind nicht verpflichtet, Banknoten mit über 20 USD anzunehmen.
Ein Geschäft kann weiterhin „bargeldlos“ agieren, sofern es vor Ort ein Gerät bereitstellt, das Bargeld in eine Prepaid-Karte umwandelt. Dieses Gerät darf jedoch keine Gebühren erheben und muss eine Mindesteinzahlung von höchstens 1 USD zulassen.

