Die Polizei erschoss am Freitag am frühen Morgen Chaun Bottom, 42, einen anscheinend psychisch gestörten Mann auf der Brooklyn Bridge, nachdem dieser mit einem Messer auf einen Beamten losgegangen war. Damit endete eine stundenlange Konfrontation, während derer Bottom behauptet hatte, eine Bombe zu besitzen und sterben zu wollen.
Gerard V. Dowling, Leiter der Emergency Response Unit (ESU) des New York Police Department (NYPD) erklärte gegenüber der Presse, der mit einem Messer bewaffnete Mann sei gegen 3:30 Uhr dabei beobachtet worden, wie er auf den Tragseilen der Brücke lief. Beamte kletterten auf die Brücke, um ihn zu überreden, sicher nach unten zu kommen.

„Er sagte: ‚Ich will sterben, ich will, dass ihr mich tötet, ich habe eine Bombe, ihr werdet mich nicht dazu bringen, den Polizisten etwas Schlimmes anzutun. Er ignorierte mehrfache Aufforderungen, herunterzukommen und die Waffe fallen zu lassen, während die Polizei etwa eine Stunde lang auf ihn einredete“, so Dowling.
Dann, in beträchtlicher Höhe über dem East River, rutschte der Mann plötzlich schnell am Seil hinab in Richtung der ESU-Beamten, die hintereinander in Sicherheitsgurten hingen, welche an der Brücke befestigt waren. Als Bottom bis auf etwa einen Meter an den nächsten Polizisten herangekommen war, sprang er mit dem Messer in Richtung der Polizisten. „In diesem Moment gab ein ESU-Mitglied, das sich auf der Fahrbahn der Brücke befand, einen Schuss ab und traf den Mann“, so Dowling.
Beamte brachten Bottom nach unten und lieferten ihn eilig ins Bellevue Hospital ein, wo er seinen Verletzungen erlag.
Der dramatische Vorfall führte zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Alle Fahrspuren in Richtung Brooklyn wurden ab etwa 4:15 Uhr gesperrt und blieben bis circa 8:30 Uhr geschlossen.
Vier Tage zuvor erstach eine geistesgestörte Frau wahllos eine 32-Jährige am Times Square.
Erin Piacenti, eine 32-jährige Vizepräsidentin bei der Bank of America, ging am Montagabend durch das belebte Touristengebiet im Herzen Manhattans, als ihr in den Bauch gestochen wurde. Kurz darauf wurde sie im Krankenhaus für tot erklärt.
Das Opfer war eine frischgebackene Mutter; sie hatte gerade ihren ersten Arbeitstag nach der Elternzeit beendet, als sie bei einem grundlosen Angriff getötet wurde.
Piacenti, die in Chester (New Jersey) lebte, wurde von Pamela Cisneros getötet. Cisneros wiederum wurde von der Polizei erschossen, nachdem sie während einer tödlichen Amoktat am Nachmittag sowohl die junge Mutter als auch einen 68-jährigen Mann niedergestochen hatte.
Das erste Opfer war gerade mit seiner Frau aus der U-Bahn gekommen. Ein Zeuge berichtete der Polizei, dass Cisneros Messer aus einer roten Einkaufstasche holte, bevor sie sich dem Paar an der Ecke West 41st Street und Seventh Avenue näherte. Nachdem sie mit den Waffen herumgefuchtelt hatte, stach die Verdächtige dem 68-jährigen Mann in die Seite.
Nach den beiden Messerangriffen lief Cisneros weiter die Seventh Avenue entlang, wo es zwischen der 42. und 43. Straße zu einer Konfrontation mit der Polizei kam. Sie war zu diesem Zeitpunkt weiterhin bewaffnet und weigerte sich, die großen Messer fallen zu lassen.
Beamte redeten vier Minuten lang auf sie ein und setzten Elektroschocker gegen sie ein, doch diese zeigten keine Wirkung. Daraufhin eröffneten die Beamten das Feuer und töteten Cisneros.
Cisneros, eine 49-Jährige aus Queens, hatte eine dokumentierte Vorgeschichte psychischer Probleme aus den Jahren 2018 und 2019, war jedoch zuvor nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Im Jahr 2018 soll sie vor einem Gebäude an der Lexington Avenue auf der East Side von Manhattan geschrien und sich auffällig verhalten haben. 2019 versuchte sie offenbar, sich das Leben zu nehmen – oder kündigte dies zumindest an –, indem sie sich an der Station Union Turnpike in Queens vor die U-Bahn werfen wollte.


