
Die Stadt New York besteht aus fünf sogenannten ‚Boroughs‘ (in etwa Bezirke). Es sind Staten Island, Brooklyn, Queens, die Bronx und natürlich Manhattan.
Nicht jeder war davon begeistert. Vor allem in Brooklyn fürchtete man einen Teil seiner Identität zu verlieren. Ein großer Teil von Bürgern und Politikern dort war auch nicht davon angetan, dass viele der Geschicke und ein Großteil der Finanzen Brooklyns in der Zukunft von Manhattan aus geregelt werden.
Minidoku zur Geschichte der 5 Boroughs
In den ersten Jahrhunderten der Stadtgeschichte waren die heutigen Boroughs politisch voneinander unabhängig. Erst ab den 1870-er Jahren gab es Ideen und Bestrebungen, ein ‚Greater New York City‘ zu formen – eine mächtige Megastadt, die die USA dominieren und unter anderem auch das ungeliebte, aufstrebende Chicago in seine Schranken weisen könnte. Die Eröffnung der Brooklyn Bridge war ein gewaltiger Schritt in diese Richtung. Sie verband die größte Stadt Amerikas (Manhattan) mit der viertgrößten (Brooklyn). Am 1. Januar 1898 war es dann soweit. Das New York, wie wir es heute kennen, wurde offiziell ausgerufen.
So bekamen die Boroughs ihre Namen

Bronx, Manhattan, Brooklyn, Queens, Staten Island – die Namen der 5 New Yorker Boroughs (Bezirke) hat jeder schon einmal gehört, aber wie entstanden sie eigentlich?
Bronx
Das Gebiet, das heute als Bronx bekannt ist, wurde 1639 von Jonas Bronck, einem schwedischen Schiffskapitän, besiedelt. Er baute eine Farm auf einem Stück Land, im heutigen Mott Haven Viertel. Bronck lebte dort bis zu seinem Tod 1643 mit seiner Frau und Dienern. Ein Fluss, der neben Broncks Farm lief, wurde Bronck River genannt, was später zu Bronx River anglisiert wurde.
Als die Region 1898 ein Borough der Stadt New York wurde, benannte man den Bezirk nach dem Fluss ‚The Bronx‘.
Brooklyn
Als die Holländer in den 1630er Jahren das heutige Brooklyn besiedelten, benannten sie die Ansiedlung nach dem Dorf Breuckelen in ihrer Heimat. 1683 anglisierten die Engländer Breuckelen zu Brooklyn. Brooklyn war bis 1898 eine eigene Stadt, am Ende sogar die viertgrößte in den gesamten USA.
Manhattan
1609 bezeichnete der englische Autor Robert Juet, der mit dem Entdecker Henry Hudson unterwegs war, die Insel als Manna-hata, ein Name, der vermutlich aus mehreren Worten aus der Sprache der Munsee, der Indianer, die hier lebten, abgeleitet wurde. Möglicherweise von Mentay (Insel), Manaactanienk (Ort des Rausches) und Manahatouh (Ort, wo Holz für Pfeile gesammelt werden).
Queens
1683 gaben die Engländer dem heutigen Queens den Namen Queens County (Grafschaft) zu Ehren von Königin Katharina von Braganza, der Frau des damaligen englischen König Charles II.
Staten Island
Der Entdecker Henry Hudson benannte die Insel im frühen 17. Jahrhundert Staten Eylandt, nach dem Wort ‘Generalstaaten‘ – dem Namen des holländischen Parlaments. Obwohl Hudson Engländer war, arbeitete er für niederländische Händler.




