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Der große Stromausfall vom 9. November 1965 und warum Leute, die sich erinnern können, gerne an ihn zurückdenken

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Die Grand Central Station – der Stromausfall kam genau zur Rush Hour – Foto NY TImes

Der Blackout am 9. November 1965 begann um 17.27 Uhr. Ein defektes Relais in einem Kraftwerk im kanadischen Ontario führte zur Überladung des nordamerikanischen Stromnetzes und verursachte einen totalen Ausfall im gesamten Nordosten der USA sowie in einigen kanadischen Provinzen. Geschätzte 30 Millionen Menschen waren der Kälte und Dunkelheit ausgesetzt.

Statt Plünderungen, wie beim großen Blackout 1977, gab es eher eine Woge von Geselligkeit und Hilfsbereitschaft. Gestrandete Reisende kampierten in den Eingangshallen der Hotels. New Yorker regelten den Verkehr, um das durch den Ausfall der Ampeln bedingte Verkehrschaos zu lindern. Andere halfen Feuerwehrleuten, die die Menschen aus den U-Bahnen wieder nach oben ans Tageslicht brachten, nachdem die Züge im Tunnel stecken blieben.

„An den Stromausfall von 1965 haben die Menschen gute Erinnerungen. Es war eine geteilte Erfahrung. Niemand starb. Er war mit 13 Stunden auch relativ kurz“, so Stadthistoriker Kenneth Jackson. Man sagt, dass viele New Yorker die Zeit für Sex nutzten. Und tatsächlich berichtete die „New York Times“ am 10. August 1966 über eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Geburten. Im Mount Sinai Hospital kamen 28 statt der durchschnittlichen 11 Babys auf die Welt, im Bellevue Krankenhaus 29 statt 12.

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