
Manuel Hernandez, 46, der beschuldigt wird, ein illegales Charterboot gesteuert zu haben, das im New Yorker Hafen kenterte – wobei eine Mutter und ihr Baby ums Leben kamen –, wurde von der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) festgenommen; dies teilten Vertreter am Donnerstag mit.
Das Heimatschutzministerium (DHS) erklärte, eine Untersuchung habe ergeben, dass Hernandez, der aus El Salvador stammt, sich illegal in den USA aufhielt.
„Sobald er sich für seine Straftaten vor Gericht verantworten musste, werden wir sicherstellen, dass er zügig aus unserem Land ausgewiesen wird“, sagte DHS-Minister Markwayne Mullin in einer Erklärung.

Hernandez führte am 8. August eine Bootstour in der Nähe von Liberty Island ohne entsprechende Genehmigung durch, als das Boot kenterte. Dabei kamen die 27-jährige Sarah Sanchez und ihre fünf Monate alte Tochter Antonella Garcia ums Leben.

Das Boot war ein sogenannter „Bowrider“, ein Motorboot mit offenem Bugbereich mit einer Länge von ca. 6,7 Meter, ein Typ in dem üblicherweise maximal 10 Passagiere befördert werden dürfen. Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 14 Personen an Bord.

Das Boot führte keine Schwimmwesten für Säuglinge mit, doch Hernandez ließ das fünf Monate alte Baby dennoch mitfahren; den Eltern sagte er, einer von ihnen könne seine eigene Schwimmweste tragen und das Kind festhalten, so die Anklageschrift der Bundesbehörden.



