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Nach Weihnachtskonzert vor Kathedrale – Mann eröffnet Feuer in Menge und wird von Polizei erschossen

von Erol Inanc
Gründer New York Aktuell
17-12-2020

Drei Polizisten der New Yorker Polizei (NYPD) erschossen am Sonntagnachmittag einen Mann, der nach dem Ende eines Weihnachtskonzerts ohne Provokation Feuer aus zwei Pistolen eröffnete.

Die Veranstaltung fand auf den Stufen der größten Kirche der Stadt, St. John The Divine, statt. Das mit Maskenpflicht und Mindestabständen durchgeführte Konzert endete gegen 15.45 Uhr und das Publikum von 400 Menschen fing an, sich zu zerstreuen. Einige Minuten danach, als sich noch circa 150 Personen vor der Kirche befanden, begann der Schütze aus zwei Pistolen zu feuern.

Die Menschen liefen in Deckung, suchten Schutz hinter Laternenmasten oder legten sich flach auf die Kirchenstufen. Wie Andrew Dietsche, Bischof an der Kirche, dem TV Sender ABC News später mitteilte, nahm der Schütze aber anscheinend niemand ins Visier, sondern schoss in die Luft. 

Die herbeigerufenen Polizisten feuerten mindestens 15 Mal auf den Mann und mindestens eine der Kugeln traf ihn im Kopf.

Der mutmaßliche Täter Luis Manuel Vasquez Gomez, Foto NYPD

Das New York City Police Department (NYPD) identifizierte den Täter später als Luis Manuel Vasquez Gomez, 52.  Das Motiv ist derzeit unklar, aber möglicherweise mit Selbstmordabsichten zu erklären. Zeugen berichteten, dass der Mann während der Konfrontation mit der Polizei schrie: “Kill me”.

Vasquez, der als Jugendlicher aus der Dominikanischen Republik nach New York kam, hatte ein langes Vorstrafenregister, dass 30 Jahre zurückreicht und Verurteilungen für Gewaltverbrechen enthält. Seiner Schwester zufolge litt er unter psychischen Problemen, die sich seit Jahren verschlimmerten.

Das Konzert – Foto Rob Hanson

Die Polizei stellte zwei halb automatische Schusswaffen sicher. Es wurde auch eine Tasche mit einem vollen Behälter Benzin, Seil, Draht, Messern und einer Bibel in Gewahrsam genommen, die Vasquez gehört haben soll.

“Er hätte leicht andere Menschen verletzen können”, sagte Lisa Schubert, die für die Kathedrale arbeitet dem Sender ABC News. “Das ist eine unglaubliche Tragödie – und wir hatten so viel Glück.”

Bischof Dietsche schrieb später in einer E-Mail an die Gemeinde und den Klerus seiner Diözese: “Ich bitte um ihre Gebete für den Klerus, das Personal und die Gemeinschaft des Doms; für die vielen, die durch das Ereignis traumatisiert wurden; und für den Schützen selbst”.

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