
Am 28. Juni 1969 wehrten sich Gäste der Schwulenbar ‘Stonewall Inn’ gegen eine der Polizei-Razzien, die es damals regelmäßig in der Szene gab. Die Geschehnisse wurden später als Stonewall Riots (Unruhen) bekannt. Zum ersten Jahrestag der Krawalle 1970 zogen einige Tausend Menschen durch New York und forderten Gleichberechtigung. Es wurde der Beginn einer Tradition, die zur heutigen riesigen Gay Pride Parade Ende Juni wurde.
Der kleine Park vor dem Lokal wurde später zur Gedenkstätte Stonewall National Monument und es wurden Statuen eines Männer- und eines Frauenpaars aufgestellt. 2016 wurde er zum Nationalpark erklärt und untersteht seitdem dem Bund. Das begann sich nun zu rächen.
Am Dienstag wurde die der Community so wichtige Regenbogenflagge entfernt, nachdem Trump angeordnet hatte, dass an Standorten des National Park Service nur noch amerikanische Flaggen und andere von ihm ‘autorisierte‘ Flaggen gehisst werden dürfen.
Diese Maßnahme erzürnte Aktivisten, die die Entfernung als symbolischen Angriff auf das erste nationale Denkmal der USA für die Geschichte der LGBTQ+-Community werteten.
„Dies ist heiliger Boden, dies ist unser Park.“, sagte Michael Hisey, der sich seit 40 Jahren f[r LGBTQ+ Belange einsetzt, dem TV Sender NY1. „Menschen aus aller Welt kommen hierher, um diesen Park, die Regenbogenflagge und die Statuen zu sehen und einfach in Stonewall zu sein, wo für uns alles begann.“

Am Donnerstag fand eine Kundgebung statt, nach der die Regenbogenflagge ohne Zustimmung des Präsidenten gehisst wurde. In einer Stellungnahme zeigte sich ein Sprecher der Trump-Regierung verstimmt: „Die heutige politische Inszenierung zeigt, wie inkompetent und realitätsfern die New Yorker Stadtverwaltung im Umgang mit den Problemen ihrer Stadt ist. Die kürzlich vorgenommenen Anpassungen der Flaggenpräsentation am Denkmal wurden vorgenommen, um die Übereinstimmung mit den Bundesrichtlinien zu gewährleisten.“



