
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul verließ am Freitag ein Treffen mit Donald Trumps Grenzbeauftragten Tom Homan in der Überzeugung, dass die Bundesregierung die Einwanderungskontrollen in ihrem Staat ohne ihre Zustimmung nicht drastisch verschärfen werde.
Hochul verbrachte fast eine Stunde lang mit Homan in ihrem Büro in der Hauptstadt New Yorks, Albany. Die Zusammenkunft fand einen Tag nach Trumps abrupter Ablösung von Heimatschutzministerin Kristi Noem statt, die unter anderem wegen der Vorgänge in Minnesota stark in die Kritik geraten war.
Im Anschluss an das Treffen sagte Hochul, sie habe Homan daran erinnert, dass Trump ihr versichert habe, er werde in New York keine ähnliche Einwanderungsoffensive starten wie in Minnesota, sofern sie ihn nicht dazu auffordere. „Ich kann allen New Yorkern nochmals versichern, dass diese Forderung niemals gestellt wird“, so Hochul.

Laut Hochul habe sie Homan auch dringend davon abgeraten, weitere große Abschiebehaftanstalten in ihrem Staat einzurichten, da dies „von Orange County über Suffolk County bis in den Norden des Bundesstaates und bis nach Rochester für große Besorgnis gesorgt“ habe.
Hochul erwähnte auch den kürzlichen Tod von Nurul Amin Shah Alam, einem fast blinden 56-jährigen Rohingya-Flüchtling, der kaum Englisch sprach und letzten Monat tot auf den Straßen von Buffalo im Norden des Staates gefunden wurde. Seine Leiche wurde Tage nach seiner Entlassung aus einem örtlichen Gefängnis entdeckt. Grenzschutzbeamte hatten ihn nach Überprüfung seines Aufenthaltsstatus an einem bereits geschlossenen Café abgesetzt.
Hochul gab Homan außerdem eine Liste mit Namen von New Yorker Studenten, die aufgrund von Einwanderungsverfahren inhaftiert sind und um deren Freilassung sie bat. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hatte der Trump-Regierung kürzlich eine ähnliche Liste zukommen lassen.




