Der Betrieb von Pferdekutschen im Central Park wurde nach dem Tod eines jugendlichen Touristen Anfang dieser Woche vorübergehend eingestellt.
Nach Angaben der Behörden stürzte Romanch Mahajan, ein 18-jähriger Besucher aus Indien, von einer Kutsche, nachdem das Zugpferd im Park durchgegangen war.
Ein Handyvideo zeigt, wie der Kutscher dem Pferd hinterherlief, nachdem es sich losgerissen hatte und durch den Park gerannt war.
Die Gewerkschaft „Transport Workers Union Local 100“, die die Kutscher und Fuhrunternehmer vertritt, teilte mit, sie habe den Betrieb freiwillig ausgesetzt, um eine interne Überprüfung der Sicherheitsverfahren durchzuführen.
„Wir sind angesichts dieser Tragödie zutiefst erschüttert und fassungslos. Einen solchen tödlichen Unfall hat es bei uns noch nie gegeben“, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag. „Wir haben die Ställe geschlossen und den Betrieb heute eingestellt, während wir umfassende interne Beratungen über Sicherheitsprotokolle und deren Verbesserung führen.“
Der Vorfall hat die Forderungen nach Verabschiedung von „Ryder’s Law“ neu entfacht – einem Gesetzesentwurf des Stadtrats, benannt nach einem Kutschpferd, das 2022 zusammenbrach und später eingeschläfert werden musste. Das Gesetz würde die Vergabe neuer Lizenzen für Pferdekutschen untersagen, den bestehenden Wirtschaftszweig schrittweise abschaffen und Umschulungen für die betroffenen Arbeitskräfte vorsehen.
Julie Menin, Vorsitzende im Stadtrat, kündigte an, dass der Rat im Juli eine Anhörung zu dem Gesetzesvorhaben abhalten werde.
„Der heutige tragische Tod eines Teenagers nach einem Vorfall mit einer Pferdekutsche im Central Park ist entsetzlich und herzzerreißend“, sagte Menin in einer Erklärung. „Wir freuen uns darauf, alle Beteiligten anzuhören und Maßnahmen zu prüfen, die dem Wohlergehen der Pferde und der öffentlichen Sicherheit Rechnung tragen, während wir auf eine durchdachte Lösung für dieses dringende Problem hinarbeiten.“
Auch Bürgermeister Zohran Mamdani bekräftigte seine Unterstützung für die Abschaffung dieses Wirtschaftszweigs. Er erklärte, er werde mit dem Stadtrat, den Kutschbetreibern und Tierschützern zusammenarbeiten, um „einen fairen Übergang zu gewährleisten, der die Arbeitskräfte schützt und gleichzeitig den Betrieb von Pferdekutschen im Central Park ein für alle Mal beendet.“


