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Aktuell zum erfolgreichen Film – das älteste erhaltene Fragment der „Odyssee“ wird im Metropolitan Museum of Art ausgestellt

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Papyrusfragment mit Zeilen aus Homers Odyssee, ca. 285–250 v. Chr Foto: The Metropolitan Museum of ArtNew York.

Das älteste erhaltene Fragment der Odyssee – des griechischen Epos von Homer, das kürzlich als aufwendiger Blockbuster neu verfilmt wurde – ist nach langer Zeit wieder im Metropolitan Museum of Art ausgestellt, pünktlich zum Film.

Bei dem Papyrusstück handelt es sich um ein Relikt aus der Ptolemäerzeit (ca. 285–250 v. Chr.), das mit Holzkohle und Wasser angefertigt wurde. „Obwohl die Geschichte der Odyssee über Jahrhunderte hinweg auf vielfältige Weise dargestellt wurde, wird ein entscheidender, aber oft übersehener Aspekt häufig vergessen: Sie wurde ursprünglich von Barden mündlich vorgetragen“, heißt es in der Erläuterung des Museums. Dies macht das älteste erhaltene schriftliche Zeugnis der Odyssee umso wertvoller; das vorliegende Stück ist zudem einzigartig, da es „drei Zeilen enthält, die im heutigen Standardtext nicht vorkommen“, so das Museum.

Der Grund dafür liegt darin, dass begeisterte Barden „die Geschichten gelegentlich ausschmückten und unterschiedliche Versionen davon vortrugen“, wie Seán Hemingway, leitender Kurator der Abteilung für griechische und römische Kunst am Met, in einem Instagram-Video erklärte.

Das Fragment, das dem Museum 1909 vom Egypt Exploration Fund gestiftet wurde, ist im Met in Galerie 162 ausgestellt. Für die Besucher sind beide Seiten des Fragments sichtbar. Das Museum weist zudem auf sechs weitere Objekte mit Bezug zur Odyssee hin, die im gesamten Haus zu finden sind. Zu diesen Stücken gehören eine Terrakotta-Plakette (ca. 460–450 v. Chr.), die eines der letzten Eingreifen der Göttin Athene zugunsten des vom Unglück verfolgten Odysseus darstellt; eine Terrakotta-Schale zum Mischen von Wein und Wasser, die zeigt, wie Odysseus der Göttin Kirke nachjagt; ein Fresko mit dem Motiv „Polyphem und Galateia in einer Landschaft“ sowie ein Skarabäus aus Karneol mit der Darstellung des Trojanischen Pferdes, der auf die Zeit um 500 v. Chr. datiert wird.

Homers Odyssee rückt diesen Sommer wieder ins öffentliche Bewusstsein – dank der Veröffentlichung von Christopher Nolans The Odyssey, einer dreistündigen Interpretation der Heimreise des Helden, in der Matt Damon als ein auf menschliches Maß zurückgeführter Patriarch zu sehen ist, den die Gewalt des Krieges demütig gemacht hat.

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