
U-Bahn Betreiber Metropolitan Transportation Authority (MTA) versteigert ihre letzten MetroCard-Automaten.
Die Auktion begann am Mittwochmorgen und läuft nach Angaben der MTA bis zum 19. August. Die Behörde versteigert eine begrenzte Anzahl ausgemusterter MetroCard-Automaten (MVM) und MetroCard-Express-Automaten (MEM), die den U-Bahn-Fahrgästen jahrzehntelang gedient haben.
„Heute haben wir mit der Versteigerung der letzten MetroCard-Automaten begonnen. Es handelt sich um insgesamt 60 Stück“, Joana Flores, Medienvertreterin der MTA. Der letzte noch öffentlich zugängliche Automat befindet sich am Mulry Square in Greenwich Village; er zeigt nun einen QR-Code, den Pendler scannen können, falls sie an einer Gebotsabgabe interessiert sind.

Die größeren MetroCard-Automaten, die erstmals 1999 installiert wurden, ermöglichten es Fahrgästen, MetroCards zu kaufen und mit Bargeld, Kredit- oder Debitkarten aufzuladen. Jeder Automat ist ca. 203 cm, 107 cm) breit und 91 cm tief und wiegt 476 kg.
Die kleineren MetroCard-Express-Automaten – die später eingeführt wurden, um den Andrang an stark frequentierten Stationen zu verringern, indem sie ausschließlich Kartenzahlungen akzeptierten – sind 53 cm, 36 cm breit, 107 cm tief und wiegen 95 kg.
Die MTA teilte mit, dass die Automaten im Ist-Zustand und ohne Funktion verkauft werden, nachdem ihre Elektronik- und Zahlungsabwicklungskomponenten entfernt wurden. Erfolgreiche Bieter müssen den Kaufpreis am Tag der Benachrichtigung vollständig begleichen und die Abholung innerhalb von zehn Tagen organisieren. Die Käufer sind selbst für das Verladen und den Transport der schweren Geräte verantwortlich.
Sie fügte hinzu, dass etwaige Automaten, die nicht bei der Auktion verkauft werden, anschließend online über GovDeals angeboten würden. Die Verkehrsbetriebe gehen jedoch nicht davon aus, dass bis dahin noch Exemplare übrig sein werden, so Flores: „Normalerweise sind diese Dinge sehr begehrt – sie sind meist schnell vergriffen.“
Die MetroCard 32 Jahren ging am 1. Januar 2026 in den Ruhestand – wir werfen einen Blick zurück und stellen das Nachfolgesystem OMNY vor

Der Verkauf der MetroCard, mit der unzählige New Yorker und Besucher 32 Jahre lang den öffentlichen Nahverkehr nutzten, wurde am 31. Dezember 2025 eingestellt. Es war der letzte Schritt hin zur Umstellung auf das kontaktlose Bezahlsystem OMNY.
Die MetroCard wurde am 1. Januar 1994 eingeführt und löste den ‘Token’, eine Bezahlmünze, die in einen Schlitz am Drehkreuz geworfen wurde, ab. Laut Betreiber ‚Metropolitan Transit Authority‘ wurden seitdem drei Milliarden Karten ausgegeben.

Die MetroCard erlaubte es Fahrgästen erstmals kostenlos zwischen U-Bahn und Bus umzusteigen und 7- und 30-Tage-Pässe mit unbegrenzter Nutzung zu erwerben, was beides mit dem Tokensystem technisch nicht möglich war.
Die MetroCard wurde oft als Werbefläche genutzt oder um Künstler zu ehren. Hier eine Galerie mit 5 Motiven:
Was ist das neue OMNY System, das die MetroCard ersetzt und wie funktioniert es?

OMNY steht für One Metro New York und ermöglicht kontaktloses Bezahlen. Man hält die Kreditkarte, egal ob von amerikanischer oder ausländischer Bank, oder das Handy an eines der Lesegeräte, die an jedem U-Bahn Drehkreuz oder Buseingang angebracht sind. Das ist alles, man braucht keine Karte oder sonst etwas mehr.
Eine Einzelfahrt kostet 3,00 USD. Solange man immer die gleiche Kreditkarte benutzt, sind Fahrten, nachdem man 35 USD (den Preis einer Wochenkarte) erreicht hat, für den Rest des 7 Tage-Zeitraums kostenlos. Es ist also eine Wochenkarte eingebaut, ohne dass man sich vorher für den Kauf entscheiden müsste.
Was etwas verwirrend für Besucher sein kann, ist, warum trotzdem spezielle OMNY Karten verkauft werden. Diese werden nur gebraucht, wenn man aus irgendeinem Grund nicht mit Kreditkarte oder Handy bezahlen kann oder will, denn diese Karten können mit Bargeld geladen werden. Sie werden an Automaten in U-Bahn Stationen verkauft.
Wer noch eine MetroCard mit Geld hat kann sie das Jahr 2026 weiterhin einsetzen, inklusive dem Air Train. Eingestellt ist jetzt nur der Verkauf.



