
Eine Delegation des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien besucht vom 1. bis 8. Februar 2026 New York und Los Angeles. Thematisch soll es laut den Ausflugsteilnehmern um die deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen, den Filmsektor, die Kunst- und Medienfreiheit, die Kreativwirtschaft, die Kulturförderung und die Rahmenbedingungen für künstlerisches Schaffen gehen.
Laut einer Veröffentlichung des Deutschen Bundestags wollen die Abgeordneten bei ihrer Fernreise erforschen, wie sich die Informationsgesellschaft jenseits des Atlantiks wandele, was die Reaktion traditioneller Medien- und Kulturinstitutionen auf aktuelle Herausforderungen sei und welche gesellschaftlichen Folgen sich auch im Hinblick auf die transatlantische Partnerschaft abzeichnen.
Der Ausschuss betrachte die Situation wie folgt: Die US-Filmindustrie erwirtschafte jährlich Milliardenumsätze; gleichzeitig werde die Filmbranche und der Kinomarkt zunehmend durch das Erstarken der Streamingdienste verändert, auch gingen immer weniger Menschen in die Kinos. Ganze Berufsgruppen, z.B. Autoren und Schauspieler, sähen sich durch die Nutzung künstlicher Intelligenz in ihrer Kreativität und dem Erhalt ihrer Urheberrechte bedroht. Die Delegation werde Gespräche mit Vertretern der Filmwirtschaft (Produktion, Drehbuch, Schauspiel etc.) führen, um sich ein Bild von den Produktionsbedingungen und den aktuellen Herausforderungen für die Filmindustrie zu machen. Hierüber wolle man sich in Los Angeles und New York ein Bild machen.
Weiterhin sei für die Politiker von Interesse, wie sich die derzeitige Politik der Trump-Administration unmittelbar auf die Arbeit im Kunst- und Kulturbereich auswirke. Die geplante Abschaffung der Förderagenturen für Museen und Kunst etwa habe potenziell weitreichende Konsequenzen für die Kulturlandschaft im ganzen Land, geben die Ausflugsteilnehmer zu bedenken. Vor diesem Hintergrund wolle die Delegation mit Vertretern der Kulturszene sprechen und sich in New York und Los Angeles zudem mit Vertretern deutscher Organisationen treffen.
Die Gruppe besteht aus den Abgeordneten Sven Lehmann (Ltg.), Awet Tesfaiesus (beide BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Dr. Anja Weisgerber (CDU/CSU), Ronald Gläser (AfD), Martin Rabanus (SPD) und David Schliesing (Die Linke).


