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Es gab Bestrebungen seit den 1980er Jahren – Gesetz zu Verbot von Kutschenfahrten im Central Park nun wirklich verabschiedet

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Nachdem das City Council (Stadtrat) ein vom Bürgermeister unterstütztes Gesetz für ein Verbot von Pferdekutschen ab 2028 diese Woche verabschiedet hat, wird ein Ende des kontroversen Fuhrbetriebs nun wohl wirklich Realität. Es war ein langer Weg.

Schon in den späten1980er Jahren hatte es ähnliche Bemühungen des Stadtrats gegeben, aber Bürgermeister Ed Koch legte sein Veto ein. 2007 gab es einen weiteren Vorstoß, dieses Mal war Bürgermeister Michael Bloomberg dagegen.

In seinem 2013 Wahlkampf für das Amt des Bürgermeisters trat Bill de Blasio mit dem Versprechen an, den Betrieb gleich an seinem ersten Amtstag zu beenden. Er gewann die Wahl, aber dieses Mal lag das Scheitern des Verbots am Stadtrat, bei dem de Blasio, die nötige Zustimmung nicht erlangen konnte.

Gegen Ende seiner zweiten Amtszeit unternahm de Blasio 2021 einen Versuch, die Kutschen durch elektrische Fahrzeuge im historischen Stil zu ersetzen, aber auch das bekam er nicht durch.

Die jüngste Initiative, der dann Erfolg beschert war, gewann an Dynamik, nachdem der 18-jährige indische Tourist Romanch Mahajan Anfang des Jahres ums Leben gekommen war; er war während einer Fahrt aus einer außer Kontrolle geratenen Kutsche gesprungen.

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Ein Teil des verabschiedeten Gesetzes verpflichtet die Stadt dazu, Umschulungsangebote und berufliche Beratung für die betroffenen Arbeitnehmer bereitzustellen, sowie ein Entschädigungsprogramm in Erwägung zu ziehen.

Alexander Kemp, Vertreter der Gewerkschaft, Transport Workers Union Local 100, in der die Kutscher organisiert sind, kritisiert dies als nicht ausreichend. „Es ist ein Angriff auf die Arbeiterklasse in New York. Es ist ein Klassenkampf. Und das ist volle Absicht“. Der Tod von Mahajan sei instrumentalisiert worden, um das Verbot voranzutreiben – ohne dabei für angemessenen Schutz der Kutscher zu sorgen.

„Sie haben den Tod eines 18-Jährigen ausgenutzt, um dieses Gesetz durchzusetzen – wohl wissend, dass es keinerlei Bestimmungen enthält, die den Arbeitnehmern, den Eigentümern oder den Tieren bei diesem Übergang eine Unterstützung bieten“, so Kemp. Im Gegensatz zu dem Gewerkschafter und den Mitgliedern seiner Organisation ist die überwiegende Mehrheit der New Yorker für ein Verbot.

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Die Gewerkschaft „Transport Workers Union Local 100“, die die Kutscher und Fuhrunternehmer vertritt, teilte mit, sie habe den Betrieb freiwillig ausgesetzt, um eine interne Überprüfung der Sicherheitsverfahren durchzuführen.

„Wir sind angesichts dieser Tragödie zutiefst erschüttert und fassungslos. Einen solchen tödlichen Unfall hat es bei uns noch nie gegeben“, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag. „Wir haben die Ställe geschlossen und den Betrieb heute eingestellt, während wir umfassende interne Beratungen über Sicherheitsprotokolle und deren Verbesserung führen.“

Der Vorfall hat die Forderungen nach Verabschiedung von „Ryder’s Law“ neu entfacht – einem Gesetzesentwurf des Stadtrats, benannt nach einem Kutschpferd, das 2022 zusammenbrach und später eingeschläfert werden musste. Das Gesetz würde die Vergabe neuer Lizenzen für Pferdekutschen untersagen, den bestehenden Wirtschaftszweig schrittweise abschaffen und Umschulungen für die betroffenen Arbeitskräfte vorsehen.

Julie Menin, Vorsitzende im Stadtrat, kündigte an, dass der Rat im Juli eine Anhörung zu dem Gesetzesvorhaben abhalten werde.

„Der heutige tragische Tod eines Teenagers nach einem Vorfall mit einer Pferdekutsche im Central Park ist entsetzlich und herzzerreißend“, sagte Menin in einer Erklärung. „Wir freuen uns darauf, alle Beteiligten anzuhören und Maßnahmen zu prüfen, die dem Wohlergehen der Pferde und der öffentlichen Sicherheit Rechnung tragen, während wir auf eine durchdachte Lösung für dieses dringende Problem hinarbeiten.“

Auch Bürgermeister Zohran Mamdani bekräftigte seine Unterstützung für die Abschaffung der Kutschen. Er erklärte, er werde mit dem Stadtrat, den Kutschbetreibern und Tierschützern zusammenarbeiten, um „einen fairen Übergang zu gewährleisten, der die Arbeitskräfte schützt und gleichzeitig den Betrieb von Pferdekutschen im Central Park ein für alle Mal beendet.“

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