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New York und das Auto – wie ist es wirklich mit Verkehr, Parken und TÜV? Wie viele Leute haben überhaupt einen eigenen Wagen?

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Autos auf der Brooklyn Bridge – Foto Paul Cornozer

New York und Autos – wie ist es wirklich, hat wirklich kaum jemand einen Wagen, steht man nur im Stau, ist Parken unmöglich und gibt es eine Art TÜV?

Die Antworten zu diesen und einigen anderen Fragen finden Sie hier.

Autobesitz

Forschungen des Hunter College an der City University of New York nach waren 2024 in der Stadt New York, in der 8.75 Mio. Menschen leben, 2.06 Mio. Autos angemeldet. Hier gelangen Sie zu den sehr informativen, visuell ansprechend aufbereiteten Ergebnisse der Universität rund um den Autobesitz in New York in PDF-Form. Besonders interessant sind die Vergleiche zu anderen Städten.

Foto – Alex Azabache

Verkehr

So schlimm wie auf diesem Foto ist der Verkehr meist nicht – Foto Ed Suarez

In den zentralen Gegenden Manhattan, Brücken und Tunnel, die nach Manhattan führen und Schnellstraßen zu Stoßzeiten kann der Verkehr furchtbar anmuten. Viele dieser Faktoren können zusammenkommen, wenn Besucher vom JFK und Newark Airport nach Manhattan fahren und jemand, der die Stadt besucht, sieht oft gleich den schlimmsten Verkehr, den es in New York gibt.

Am 5. Januar 2025 wurde in New York eine City Maut (hier Congestion Pricing genannt) von 9 USD für Fahrten nach Manhattan südlich der 60. Straße eingeführt, um Staus zu reduzieren und Mittel für die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zu sammeln.

Ein Jahr später am 5. Januar 2026 feierte Gouverneurin Kathy Hochul die Initiative als Erfolg. Im Durchschnitt habe der Verkehr in der Zone im Vergleich zum Jahr vor Einführung der Gebühren um 11 % abgenommen – mit 27 Millionen weniger Fahrzeugen auf den Straßen Manhattans. Es seien 550 Mio. USD für Verbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs eingenommen worden.

Verkehr in Manhattan. Die City Maut führte zur Entlastung.

Die Fahrtzeiten nach Manhattan in der Stauzone seien gesunken. Fahrten über die Brooklyn Bridge seien um 13 % schneller, über den Holland Tunnel um 36 % und der Lincoln Tunnel um 5 % schneller.

Die Zahl der Unfälle in der Zone sei um 14 % zurückgegangen, die Zahl der Verkehrsverletzten um 15%, während die Fahrgastzahlen in Bussen um 13 % und in der U-Bahn um 9 % gestiegen seien.

Die Cross Bronx Expressway

Außerhalb der Problemzonen und Stoßzeiten ist der Verkehr passabler als viele denken. Ich verfasse den Artikel an einem Mittwoch um 11 Uhr und habe das GPS einmal Fahrtzeiten für ein paar Strecken errechnen lassen. Sie entsprechen auch dem gefühlten Durchschnitt in meiner Erfahrung.

Ich habe zur gleichen Zeit auch das Handy in die Kreuzung Park Avenue + 23rd Street in Manhattan gehalten. Der Verkehr, den Sie auf dem Video sehen, ist recht typisch.

Times Square – JFK Airport – 56 Minuten

Wall Street (Süden von Manhattan) zur 125th Street in Harlem – 32 Minuten

Brooklyn Bridge (Brooklyn Seite) zur 59th Street, südliches Ende des Central Parks, Manhattan – 46 Minuten

Parken

Wahrend der Verkehr in New York besser fließt, als sich viele denken, ist Parken tatsächlich eine gewaltige Herausforderung.

Parkplatz auf der Straße

Sollte man einen freien Platz sehen, muss man die nicht immer einfach zu verstehenden Schilder genau ansehen, oft ist er frei, weil es eben kein zulässiger Parkplatz ist.

Sollte es möglich sein an der Stelle zu parken, geht es in keinem Fall unbegrenzt, denn es gibt die sogenannten ‘Alternate Side Parking Rules‘. Auf bestimmten Seiten der Straße darf zu bestimmten Zeiten nicht geparkt werden, vornehmlich um Straßenreinigung zu ermöglichen. In den meisten Gegenden ist das zweimal pro Woche der Fall.

Die Regeln führen dazu, dass New Yorker manchmal regelrecht auf Parkplätze lauern. Gilt das Parkverbot auf einer Straßenseite beispielsweise bis 11 Uhr, warten Autofahrer um sagen wir 10.30 Uhr oder 10.45 Uhr in der Nähe, um sofort ‘zuschlagen‘ zu können, wenn die Straßenseite freigeben wird.

Ein typischer Strafzettel für Falschparken liegt bei circa 65 USD. Bei manchen Verstößen, wie Parken vor einem Hydranten, wird man sofort abgeschleppt.

Parkuhr (Parking Meter)

An einem Platz mit Parkuhr kann man meist maximal 2 Stunden stehen. Die Tarife sind zivil, zwischen circa 2 USD und 8 USD pro Stunde.

Mit Ausnahme von bestimmten Gegenden, vor allen die zentralen Teile von Manhattan, sind die Chancen, einen Parkplatz auf der Straße zu finden, wenn man bereit ist, eine halbe Stunde oder so suchend herumzufahren, nicht so schlecht, wie man vielleicht denken würde.

Parkplatz/Parkgarage

Foto Erol Inanc

Teuer. Umso zentraler, umso tiefer muss man in die Tasche greifen. Umgerechnet auf die Zeit ist kurzes Parken um einiges teurer als längere Zeiträume.

Es ist also am billigsten, wenn man monatlich mietet und der Parkplatz etwas abgelegener liegt. Es ist am teuersten, wenn man für ein paar Stunden in einer zentralen Gegend in Manhattan parken will. Hier können die Preise absurd anmuten.

Tiefgaragen unter Wohngebäuden sind eine absolute Ausnahme.

Parken zu Hause

New Yorker, die in Häusern wohnen, wie hier in Queens, haben Stellplatz oder Garage, für die meisten Anderen wird es schwer – Foto Compass

Etwas weiter draußen, aber immer noch innerhalb der Stadtgrenzen, leben viele New Yorker in Häusern, dann oft mit Garage.

MAUT

Für die meisten Brücken und Tunnel in New York ist Maut fällig. Bei den Brücken liegt sie zwischen circa 2 USD und 14 USD, für Tunnelbenutzung fällt zwischen circa 12 USD und 14 USD an. Die bekannten vier Brücken über dem East River (Brooklyn, Manhattan, Williamsburg und 59th Street) sind MAUT-frei. Genauere Zahlen zu allen Tarifen hier.

An diesen Tunneln und Brücken in New York ist Maut fällig:

Benzinpreise + Tankstellen – E-Autos/Laden

Benzinkosten variieren innerhalb der USA recht stark. New York gehört zu den teuersten Märkten, aber die Preise sind immer noch erheblich niedriger als in Deutschland. Hier finden Sie die aktuellen Zahlen. Eine Gallone entspricht 3.8 l.

Im Vergleich mit anderen Städten gibt es in New York sehr wenige Tankstellen. In Manhattan so gut wie keine. Warum lesen Sie hier.

Stadteigene E-Zapfsäule – Foto – NYC DOT

E-Autos machen derzeit nur einen kleinen Teil der Fahrzeuge auf den Straßen aus. Es gibt mit Stand Januar 2026 circa 2.000 E-Zapfsäulen. Dort betragen die Kosten derzeit zwischen 0.35 USD/kWh bis 0.52 USD/kWh.

Gibt es eine Art TÜV?

Fahrzeuge müssen einmal pro Jahr zur ‘Vehicle Inspection‘, die meist in einer vom Staat New York anerkannten Werkstatt stattfindet. Getestet wird das Übliche wie Bremsen, Sicherheitsgurte, Scheinwerfer und Emissionssysteme. Nach erfolgreicher Inspektion bekommt man einen Sticker, der an der Windschutzscheibe anzubringen ist.

Versicherung

Laut dem Portal Insuraviz geben New Yorker Autobesitzer durchschnittlich 321 USD monatlich für Versicherung aus. Was man dafür so bekommt, sehen Sie hier.

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