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Ein Rückblick auf die Fußball-WM in New York, die die Stadt fünf Wochen in ihrem Bann hielt

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Fanfest im Rockefeller Center in Manhattan, eine der vielen WM Veranstaltungen während des Turniers – Foto Ed Stearns

Die WM hielt New York fünf Wochen lang in ihrem Bann. Das Finale am Sonntag im MetLife Stadion in East Rutherford, New Jersey war das letzte von acht Spielen hier.

Die Begegnung begann um 15 Uhr Ortszeit in der 16 km von Manhattan entfernten Arena, auf der anderen Seite des Hudson River. Die Tore gingen um 11 Uhr auf. Für die Football Spiele der New York Jets und New York Giants hat das Stadion eine ausgewiesene Zuschauerkapazität von 82.500; für die WM wurde sie von der FIFA auf 80.663 gesenkt. Nachdem es in den vorhergehenden Tagen Probleme mit Luftqualität und extremer Hitze gab, hatte sich der Rauch von den Waldbränden in Kanada bis dahin komplett verzogen und die Wetterbedingungen waren hervorragend. Die Temperatur lag bei Spielbeginn 28° C.

Das MetLife Stadion am Sonntag – Foto FIFA

Die Regierungschefs aller drei Gastgebernationen Donald Trump, Claudia Sheinbaum (Mexiko) und Mark Carney (Kanada) waren anwesend, wie auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez. (Der abergläubische argentinische Präsident Javier Milei verfolgte das Spiel von zu Hause). Mit Stand 8 Uhr Ortszeit am Finaltag gab es noch Tickets für Preise zwischen 8.504 USD und 10.296 USD.

Norwegen schlug Brasilien am 5 Juli 2:1 im Met Life Stadion. Vorher feierten Fans am Times Square.

Obwohl die USA kein echtes Fußballland sind war die WM ein Riesenthema in New York und hielt die Stadt fünf Wochen in ihrem Bann. Die Medien berichten viel und wenn man durch die Straßen ging, sah man überall Schilder, Fahnen, Kneipen zeigten Spiele. Die Stadt New York veranstaltete eine Großzahl von Events, wo man mitfiebern konnte.

Aktion des U-Bahnbetreibers MTA. Wagons wurden anlässlich der Begegnung Deutschland-Ecuador am 25. Juni im MetLife Stadion in den Nationalfarben der Länder dekoriert.

Natürlich fanden auch am Finaltag noch einmal überall New York kostenlose Fanfeste mit Public-Viewing statt. Am aufsehenerregendsten war die Übertragung des Spiels im Central Park auf dem ,Great Lawn’, der größten Freifläche in der größten Grünanlage Manhattans, wo 5 gigantische LED-Bildschirme installiert wurden. 50,000 Menschen waren zugelassen. In die Veranstaltung mit einigem Rahmenprogramm hatte die Stadt New York 6 Mio. USD investiert. Man brauchte Tickets, die aber wieder gratis waren.

Fanfest im Central Park fürs Finale

Laut Berechnungen der FIFA, in deren Interesse es natürlich ist, sich als Segen für die Gastgeber darzustellen, und die sicher kreativ wurde, um Zahlen so groß wie irgend möglich erscheinen zu lassen, würde das Turnier für die Region ,wirtschaftliche Aktivität’ in der Größenordnung von 3 Mrd. USD generieren.

Der New Yorker Rechnungsprüfer schätzt hingegen, dass für seine Stadt direkte Kosten, wie etwa teure Polizeieinsätze, darunter das erste Mal Drohnenabwehr, die Mehreinnahmen übertreffen würden, selbst wenn alles so laufen würde, wie die FIFA Glauben machen will. Das es nicht ganz so finanziell vorteilhaft sein kann, als Gastgeber für die WM zu fungieren, sieht man daran, dass die Stadt Chicago, die Austragung von Spielen nach durchrechnen aus Kostengründen abgelehnt hat, weil sie keine Steuergelder aufwenden wollte.

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