
Die letzten Vorbereitungen für den Ausbruch des Hudson-Tunnels – eines neuen Zugtunnels zwischen New York und New Jersey – laufen auf Hochtouren. Zwei speziell für dieses Projekt angefertigte Tunnelbohrmaschinen des deutschen Herstellers Herrenknecht, je eine pro Röhre, die das Landstück in New Jersey graben und bauen werden, sind dort eingetroffen.
Die Bohrmaschinen, die jeweils mehr als 1.500 Tonnen Gewicht und über 150 Meter Länge aufweisen, sind technische Meisterwerke. Sie können Tunnelstücke gleichzeitig graben und bauen.
Während des Tunnelvortriebs werden 30 bis 40 Personen an Bord der Maschinen arbeiten, täglich können zwischen 10,7 bis 12,2 Meter Tunnel gegraben und gleichzeitig die Auskleidung eingebaut werden, indem die Maschinen während des Aushubs eine Mischung aus Ton, Zement und Wasser in die Tunnelwand injizieren.
Die Technik erlaubt es, je nach den vorherrschenden Bedingungen, schnelle Anpassungen vorzunehmen.
„Das ist, als würde man sich einen Maßanzug anfertigen lassen. Er passt genau. Er entspricht der eigenen Größe und den individuellen Maßen“, erklärt James Starace vom Bauträger Gateway Development Commission dem TV-Sender New York 1. „Wir haben es hier mit extrem harten Felsen zu tun, den wir durchbohren müssen. Der durchschnittliche Gesteinswiderstand liegt bei 35.000 PSI “.
Der neue Tunnel wird von der USA-weit fahrenden Amtrak (vergleichbar mit der Bundesbahn) und dem regionalen Anbieter New Jersey Transit genutzt werden. Nirgends in den USA verkehren mehr Züge als zwischen New York und New Jersey und der bestehende Tunnel ist über 100 Jahre alt.
Die Bohrarbeiten in New Jersey sollen etwa ein Jahr dauern. Anschließend wird das Projekt mit den Bohrarbeiten unter dem Hudson River fortgesetzt, wofür andere Maschinen eingesetzt werden.
Einen Überblick zum Projekt in diesem kurzen Video:


