Am Donnerstag wurden die Knicks wie Könige gefeiert. Schätzungsweise zwei Millionen Fans strömten für eine Parade zur NBA Meisterschaft des Basketball Teams nach Lower Manhattan. Sie bildeten ein Meer aus Orange und Blau, das von purer Freude erfüllt war – eine emotionale Erlösung für eine Fangemeinde, die 53 Jahre lang auf einen NBA-Titel warte musste. Laut New York Police Department (NYPD) war es wahrscheinlich die größte Parade und vielleicht das größte Massenevent schlechthin in der Geschichte des „Big Apple“.
Begeisterte Fans waren schon Stunden vor Beginn vor Ort, um einen Blick auf die Champions zu erhaschen. Der Andrang in den U-Bahnen war so gewaltig, dass manche Fahrgäste rund 30 Minuten brauchten, um sich von den Bahnsteigen auf die Straße zu kämpfen.
Das NYPD hatten die Parade-Strecke angesichts des erwarteten Chaos doppelt abgesperrt, doch die Metallgitter hielten dem Ansturm der enthusiastischen Knicks-Fans nicht stand. Hunderte durchbrachen die Absperrungen, kletterten darüber hinweg und rannten an den Beamten vorbei – in dem verzweifelten Versuch, einen Blick auf ihre Helden zu erhaschen, die durch Lower Manhattan zogen.
Dutzende andere kletterten auf Baugerüste, U-Bahn-Eingänge, Straßenschilder und Gebäudefassaden. Wer keinen Platz in den überfüllten Paradebereichen fand, wich in nahegelegene Bars aus und verfolgte den Vorbeizug der Festwagen dort im Fernsehen.
„Heute spielt es keine Rolle, woher man kommt oder welche politische Einstellung man hat. Heute sind wir alle New Yorker“, sagte Knicks-Spieler Karl-Anthony Towns, der selbst aus New York stammt.
Die Parade endete am Rathaus (City Hall), wo die Champions mit den symbolischen Schlüsseln der Stadt New York ausgezeichnet wurden.