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Nackter Mann mit kasachstanischer Flagge springt von Brooklyn Bridge und überlebt ohne schwere Verletzungen (mit Video 2:04)

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Ein nackter Mann, der später als Galymzhan Abaildayev, 44, identifiziert wurde, hisste am Sonntag gegen 14.30 Uhr eine kasachstanische Flagge auf dem Nordturm der Brooklyn Bridge und sprang danach in den East River.

Augenzeugen berichteten der New York Post später ungläubig, wie Beamte der Spezialeinheit „Emergency Service Unit“ des New York Police Department (NYPD) zuvor das Stahlgerüst der Brücke erklommen, um mit dem Mann zu verhandeln. „Die Beamten reagierten schnell und versuchten, ihn dazu zu bewegen, sicher herunterzukommen“, schrieb das NYPD auf einem X Post.

Der Eingriff konnte den Sprung jedoch nicht verhindern. Wie es in dem X Post des NYPD hieß, hinterließ Abaildayev – der von den Behörden als psychisch krank eingestuft wird – persönliche Gegenstände, die mit kryptischen Texten versehen waren.

„Die Einsatzkräfte fanden an der Stelle, von der er sprang, eine Decke und einen Bademantel, die mit zusammenhangslosen Schriftzeichen bedeckt waren“, so das NYPD.

Aufnahmen vom Tatort schienen zu zeigen, wie Abaildayev während des Falls ein dunkles Stück Stoff wie einen improvisierten Fallschirm über den Kopf hielt. Beamte der Wasserschutzpolizei des NYPD, die im Wasser postiert waren, handelten sofort und zogen den im Wasser treibenden Mann nur wenige Minuten nach seinem Sturz aus dem East River.

Abaildayev wurde zur psychiatrischen Untersuchung und Behandlung umgehend in das Bellevue Hospital gebracht. Die Behörden bestätigten, dass sein Zustand stabil sei und er keine lebensbedrohlichen körperlichen Verletzungen erlitten habe. Es grenzt an ein Wunder, dass der Mann einen Sturz aus fast 90 Metern Höhe überlebt hat; bei Stürzen aus dieser Höhe ins Wasser liegt die Sterblichkeitsrate bei über 85 bis 90 Prozent. Der Aufprall auf der Wasseroberfläche mit Geschwindigkeiten, wie sie auf Autobahnen üblich sind, endet aufgrund massiver stumpfer Gewalteinwirkung oder sofortigen Ertrinkens meist tödlich, was sein Überleben geradezu wundersam erscheinen lässt.

Rechtliche Konsequenzen

Nach seiner Rettung hatte er weniger Glück: Unmittelbar nach der medizinischen Untersuchung leiteten die Staatsanwaltschaft und das NYPD eine Reihe rechtlicher Schritte gegen ihn ein. Die Polizei bestätigte, dass sich Abaildayev nun wegen rücksichtsloser Gefährdung, Hausfriedensbruchs, öffentlicher Unzucht, Graffiti-Schmiererei und Störung der öffentlichen Ordnung verantworten muss.

Während sich die offiziellen Stellungnahmen der NYPD-Führung auf den Ablauf der Ereignisse und die Anklagepunkte konzentrierten, haben die Ermittler bislang kein Motiv für sein Handeln bekannt gegeben; auch die Bedeutung der hoch über der Stadt hinterlassenen Flaggen oder der zurückgelassenen mysteriösen Gegenstände ist nicht geklärt.

Der aus Brooklyn stammende Mann befindet sich derzeit in stabilem Zustand unter polizeilicher Bewachung, während das juristische Verfahren seinen Lauf nimmt.

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