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Mieten in Manhattan erreichen Rekordhöhe von 5.000 USD – drastischer Rückgang bei Angeboten

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Ein Mieterin in Manhattan – Foto Rob Meyers

Im Juli kletterten die Mieten in Manhattan auf ein Rekordhoch: Der mittlere Preis bei neu abgeschlossenen Mietverträgen erreichte 5.000 USD – ein Anstieg von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus neuen Daten der anerkannten Marktbeobachter Miller Samuel Inc. und der Fachpublikation *The Real Deal* hervor. Der Anstieg ist doppelt so hoch wie der amerikaweite Zuwachs bei den Wohnkosten, der laut der Bundesbehörde US Bureau of Statistics 3,2 % betrug.

Der höheren Mieten gehen mit einem drastischen Rückgang des Angebots einher: Die Zahl der gelisteten Wohnungen in Manhattan ging im Juli im Jahresvergleich um mehr als 39 % zurück, in Brooklyn sank das Angebot um 27 %.

Laut Jonathan Miller von der Immobilien-Datenplattform StreetMatrix ist der Rückgang der Angebote zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass Vermieter und Makler ihre Objekte zunehmend nicht mehr auf öffentlichen Portalen wie StreetEasy oder RentHop veröffentlichen. „Es gibt immer mehr Angebote, die hinter Bezahlschranken verschwinden und für den Markt unsichtbar werden“, so Miller.

Eine Wohnungsanzeige auf den 1930er Jahren

Das Volumen der Neuvermietungen in Manhattan ist um fast 19 % gesunken, obwohl die Preise Rekordwerte erreichen – was Miller als Zeichen dafür sieht, dass das knappe Angebot die Kosten mehr in die Höhe treibt als die Nachfrage.

Besonders stark betroffen ist das Luxussegment in Manhattan, Wohnungen ab 10.000 USD. Die mittlere Miete stieg hier laut the *The Real Deal* im Jahresvergleich um 31 % auf 13.750 USD. 

In dieser Preislage gibt es nur noch halb so viele Angebote wie im Juli des Vorjahres – ein stärkerer Rückgang als auf dem Gesamtmarkt, was darauf hindeutet, dass sich hochwertige Wohnungen schneller dem öffentlichen Blick entziehen, so Miller. In besonders begehrten Vierteln wie der Upper West Side und dem West Village werden freie Apartments oft nur noch mit Schildern am Eingang beworben, anstatt online angeboten zu werden.

Der Trend setzte sich auch auf der anderen Seite des East River fort: In Brooklyn erreichte der Medianpreis für Mieten im Juli den Rekordwert von 4.500 USD, während das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 27 % zurückging.

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