In einem Lagerhaus in Queens wurden 263 kg Kokain mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von 10 Mio. USD beschlagnahmt. Es war die größte solche Sicherstellung seit mindestens einem Jahrzehnt. Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen gegen einen großangelegten Drogenhandelsring, an dem eines der großen mexikanischen Kartells beteiligt gewesen sein sollen. (den Namen des Kartells, nannten die Behörden aus ermittlungstechnischen Gründen nicht)
Die Arbeit des New York Police Department (NYPD) und anderen Strafverfolgungsbehörden führte zur Festnahme des 35-jährigen Nelson Salcedo aus Englewood, New Jersey; er wurde festgenommen, als er in einem Self-Storage-Lager in Queens Kartons mit Kokain in einen grauen Nissan-Transporter lud.

„Man muss sich das Ausmaß dessen vor Augen führen, was hier abgefangen wurde. Mehr als eine Vierteltonne Kilo Kokain, in Paketen zu je einem Kilo, verpackt in Kartons und bereit, über ein illegales Vertriebsnetz weitergegeben zu werden“, so NYPD-Chefin Jessica Tisch.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Betäubungsmittel regelmäßig unter dem Schutz der Dunkelheit vom Lagerhaus nach Manhattan zum weiteren Vertrieb transportiert wurden. Verdeckte Ermittler beobachteten wie Salcedo die Kartons an einen weiteren Verdächtigen übergab.
Die Ermittler erhielten einen Hinweis auf Salcedo, während sie andere mutmaßlichen Drogenhändlern folgten, die Kokain und Heron zwischen New Jersey und Manhattan transportierten, so Tisch.
Nach Ansicht der Ermittler geht die Bedeutung der Beschlagnahmung weit über die sichergestellten Drogen hinaus. Assistant Chief Michael Baldassano vom NYPD-Referat für Nachrichtendienste und Terrorismusbekämpfung (Intelligence and Counterterrorism Bureau) erklärte, dass der hohe Reinheitsgrad des Kokains sowohl dessen potenziellen Straßenverkaufswert als auch die damit verbundene Gefahr erheblich gesteigert habe. Behördenvertreter gehen davon aus, dass die Drogen vor dem Verkauf wahrscheinlich mit Substanzen wie Fentanyl versetzt worden wären, was sowohl die Gewinne als auch das Risiko tödlicher Überdosen erhöht hätte.

Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden versuchen, weitere Verdächtige zu identifizieren und das Vertriebsnetz zu zerschlagen. Mittlerweile gab es zweit weitere Festnahmen.



