Laut der Staatsanwaltschaft in Manhattan erschoss der ehemalige New York Police Department (NYPD) Detective Victor Romero, 62 am Dienstag auf der George-Washington-Brücke, die Manhattan mit New Jersey verbindet, den 46-jährigen Koran Irvine.
Zuvor war es zwischen den beiden bei einem Spurenwechsel zu einer Beinahekollision, auf der Brücke, eine der meistbefahrensten der Welt, gekommen. Romero fuhr daraufhin in seinem SUV „aggressiv“ dicht auf Irvines Golf auf, schloss zu dessen Fahrzeug auf und gab einen Schuss in Irvines VW Golf ab. Das Projektil durchschlug das hintere Seitenfenster von Irvines Wagen und traf ihn in die Schulter. Sein Fahrzeug geriet daraufhin außer Kontrolle, schlitterte über alle Fahrspuren in Richtung New Jersey und prallte gegen die Mittelleitplanke. Irvine wurde in das Englewood-Hospital gebracht, wo er für tot erklärt wurden musste.


Laut Staatsanwaltschaft hielt Romero weder an, noch verständigte er den Notruf, sondern floh über die erste Ausfahrt von der Brücke. Er stellte sich am nächsten Tag den Behörden und übergab dabei einen geladenen Revolver, den er nach eigenen Angaben stets bei sich trägt.
Romero wurde vom NYPD zunächst wegen Mordes festgenommen worden, ein Delikt bei dem so gut wie nie Kaution gewährt wurde, die Tat wurde aber dann vom NYPD als Totschlag vor Gericht eingebracht und Romero kam auf Kaution von einer Millionen USD frei.
Die Familie von Irvine, einem verheirateten Familienvater mit zwei Kindern, der auf dem Heimweg von seiner Arbeit beim Stromversorger Con Edison war, empfindet das Vorgehen als ungerecht. „Würde ein ganz normaler Bürger – ohne Verbindungen zum NYPD – genauso behandelt werden und die Möglichkeit erhalten, gegen Kaution freizukommen, nachdem er vorsätzlich einen Menschen getötet und vom Tatort geflohen ist?“, fragte Gale Forde, Irvines Tante vor dem Gerichtsgebäude.
Das NYPD macht die Verhaftung von Verdächtigen, bei solch schrecklichen Taten of zu einem regelrechten Presse-Event bei denen der mutmaßliche Täter den Medien präsentiert wird, in diesem Fall wurden mit Stand Freitag nicht einmal Bilder von Romero öffentlich gemacht.
Die Schwere der Anklage ist nicht endgültig und kann von der Staatsanwaltschaft wieder auf Mord geändert werden.



