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Zwei Verdächtige im rätselhaften Fall von nächtlichen Einstiegen in die New Yorker Kanalisation festgenommen

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell


Beobachtungen von Personen, die in das unterirdische New Yorker Kanalisationssystem ein- und aussteigen, sorgen in New York seit dem Sommer für Rätselraten.

Jetzt kam es zu den ersten Festnahmen im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten. Laut dem New York Police Department (NYPD) wurden Samuel Reveron (25) und Kevin Rodriguez (26) am Mittwoch gegen 1:30 Uhr morgens dabei ertappt, wie sie in Manhattan aus einer Kanalisation kletterten. Der Schacht befand sich in der Nähe des Hotels, in dem der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu während seines Besuchs bei der UN-Generalversammlung übernachten soll.


Laut NYPD gaben die beiden Männer an, sie seien gemeinsam in den Schacht hinabgestiegen, um nach Wertgegenständen zu suchen, die durch Regenwasserabflüsse in die Kanalisation gespült worden waren.


Überwachungskameras hatten bereits früher im Sommer mehrere nächtliche Vorfälle aufgezeichnet, bei denen Personengruppen über Wartungsschächte auf Straßen in Brooklyn und Queens in Kanaltunnel ein- oder ausstiegen.


In einem Fall im Stadtteil Williamsburg (Brooklyn) wurde eine Gruppe von etwa sieben Personen gefilmt, die aus einem Wartungsschacht kletterten. Sie trugen Stirnlampen und führten Gegenstände mit sich, bei denen es sich offenbar um Schaufeln und anderes Werkzeug handelte. Eine Person entging nur knapp dem Überfahren durch ein Fahrzeug, während sie sich aus dem Schacht nach oben zog.


In einem weiteren Video tauchten gegen 2 Uhr morgens etwa sieben Personen aus einem Wartungsschacht auf einer ruhigen Straße im Brooklyner Stadtviertel Gravesend auf. Sie begaben sich zu geparkten Autos und holten frische Kleidung hervor, um sich umzuziehen. Nach Angaben der Polizei war die Gruppe gegen 23 Uhr in die Kanalisation eingestiegen; sie könnten sich also drei Stunden lang unter der Erde aufgehalten haben. Anfang Mai öffneten drei Personen, die mit wasserdichten Wathosen und anderer Schutzausrüstung bekleidet waren, einen Schachtdeckel und stiegen in einer Straße in Queens in die Kanalisation hinab. Die letzte Person zog den Deckel wieder zu, während sich nähernde Autos abbremsten und zum Stehen kamen.

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Rob Wolejsza, der Sprecher der zuständigen Behörde, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press im Juni, dass das Betreten der Kanalisation nicht nur illegal, sondern auch „extrem gefährlich“ sei. „Die Kanalisation kann zahlreiche Gefahren bergen, darunter giftige und potenziell tödliche Gase, instabile Untergründe, Überschwemmungsrisiken und beengte Räume“, so Wolejsza in einer Stellungnahme. „Aus diesen Gründen sollten Privatpersonen niemals in Rohre, Abflüsse, Schächte, Einstiegsöffnungen oder Auslassbauwerke eindringen.“

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