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Beförderungserschleichung kostet Betreiber der U-Bahn Hunderte Mio. USD – Neuartige Schranken sollen Abhilfe schaffen

Bild von Erol Inanc

Erol Inanc

Gründer von New York Aktuell

Wie U-Bahn Betreiber Metropolitan Transit Authority (MTA) mitteilte, haben moderne Zugangsschranken, die im Rahmen eines Pilotprojekts an 20 U-Bahn-Stationen installiert wurden, die Zahl der Beförderungserschleichungen an diesen Haltestellen, um durchschnittlich 35 % gesenkt.

Die Schranken sind so konzipiert, dass sie den Zugang für Fahrgäste im Rollstuhl sowie für Personen mit Kinderwagen oder Gepäck erleichtern und gleichzeitig das unbefugte Betreten ohne Bezahlung erschweren. Nach Angaben der MTA haben wurden sie bereits von mehr als 63 Millionen Menschen passiert.

Die Anlagen verfügen über Flügeltüren und nutzen Sensoren sowie Kameras, um zu erkennen, ob der Fahrpreis entrichtet wurde, und schließen sich nach dem Durchgang einer Person schnell.

Derzeit wird der Einsatz der Schranken an weiteren 50 Stationen vorbereitet und die Vorrichtungen sollen in den kommenden Jahren an 150 der insgesamt 472 Stationen installiert werden.  

Die neuen Sperren schließen jedoch nicht jede Möglichkeit aus, die Zahlung zu umgehen. Wenn ein Passagier seine Karte vorhält, öffnet sich die Schranke für einige Sekunden. Eine weitere Person könnte mit hindurchgehen; wenn ein Passagier das System verlässt, könnte ebenfalls Zugang ohne Zahlung erlangt werden.

Laut MTA hat sind Notausgangstore eine der Hauptquellen für den Eintritt ins U-Bahn System, ohne zu zahlen. MTA-Chef Janno Lieber bezeichnete sie als „Autobahn für Beförderungserschleicher“.  Laut MTA gehen mehr als 50 % der Fälle von Zahlungsvermeidungen auf das Konto dieser Ausgangstore. Die neuen Zugangssperren machen die Exits laut Lieber überflüssig.

Im aktuellen Investitionsplan der MTA sind 1,1 Milliarden Dollar für die Finanzierung der Zugangssperren vorgesehen.

Laut MTA liegt die Quote der Beförderungserschleichung derzeit in der U-Bahn bei etwa 10 %, während bei den Bussen fast die Hälfte der Fahrgäste nicht zahlte.

Vor Ausbruch von COVID-19 war es sehr selten Menschen zu sehen, die das U-Bahn System ohne zu Bezahlen über Notausgänge betraten, über Drehkreuze stiegen oder in Bussen an Fahrern vorbeigehen ohne zu Bezahlen. Innerhalb von ein paar Jahren wurde es ein gewohnter Anblick.

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