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Zum 80. Geburtstag von Batman – was der Superheld und New York einander bedeuten

1939 in der Maiausgabe von Detective Comics erschien Batman das erste Mal

Er bewegt sich wie ein Ninja, besitzt das Gehirn eines Wissenschaftlers und hat immer die Ausrüstung parat, die die Situation erfordert – sei es Hai-Abwehrmittel oder falsche Vampirzähne. Nichts aber war wichtiger für Batman’s Erfolg beim Jagen von Verbrechern in den letzten 80 Jahren, als seine ‘New York Attitude‘ – eine Lebenseinstellung, die sich durch Zähigkeit und Einfallsreichtum der New Yorker auszeichnet.

Offiziell heißt die Stadt, in der der ‘Dunkle Ritter‘ für Recht und Ordnung sorgt, zwar ‚Gotham City’, aber fast alles rund um den Fledermausmann schwört New York herauf: seien es die Menschen, die er beschützt, die Art-Deco-Wolkenkratzer, von denen aus er über die Stadt wacht oder die Straßenschluchten bei Nacht. “New York war der perfekte Ort, um die Batman Mythologie zu kreieren. Man spürt, dass Bob Kane und Bill Finger, die ihn ins Leben riefen, hier aufwuchsen und hier an Batman arbeiteten“ schreibt Paul Levitz, der Ex-Chef des Batman Verlegers DC Comics und selbst gebürtiger Brooklynite in seinem Buch ‚The Golden Age of DC Comics‘.

Finger und Kane stellten den Comic Book Fans den ‚Dark Knight‘ 1939 zum ersten Mal in der Maiausgabe “Detective Comics” vor (siehe Bild ganz oben). Dass dieser Charakter zu einer der größten Ikonen der Popkultur werden sollte, ahnte damals wohl noch keiner. Finger und Kane wollten einfach einen Superhelden, der mit der Kriminalität in Gotham aufräumt. Batman kam genau zur richtigen Zeit, denn augenscheinlich sehnten sich die Leser nach einer starken Figur, die den Verbrechern und ihren Machenschaften das Handwerk legt. Obwohl die Kriminalitätsraten 1939 nicht bedrohlich hoch waren, wurde diese Thematik von den Boulevardzeitungen so sensationalisiert, dass viele Leute überall ‘Crime‘ witterten.

Besonders gebraucht wurde jemand wie der Dark Knight aber dann in 1970er Jahren – einer Dekade, in denen die Großtädte der USA, und ganz besonders New York, mit Kriminalität und Verfall zu kämpfen hatten. DC Comics Texter Dennis O’Neill schrieb in dieser Zeit einige der düstersten Batman Geschichten, die in einem unverkennbar verrotteten Big Apple spielen. “Für mich ist Gotham City Manhattan südlich der 14. Straße, 11 Minuten nach Mitternacht in der kältesten Nacht im November”, sagte er später einmal.

Batman Heft aus dem Jahr 1978

Auch Frank Miller, der 1986 die vierteilige Graphic Novel Serie “The Dark Knight Returns” schrieb und teilweise zeichnete, ließ sich von New York inspirieren. „Ich zog Ende der 1970er Jahre vom ländlichen Vermont in ein marodes, aber faszinierendes New York. Ich füllte ganze Skizzenbücher mit den dunklen und gruseligen Straßen, Wassertürmen, Dächern, Brücken, Hochhäusern, Feuertreppen und allem, von dem ich dachte, dass es die Welt von Batman ausmacht”, sagte Miller in einem Interview zum 30sten Jubiläum der Serie, die bei den Fans als Meisterwerk gilt. (Übrigens wirkte auch der aus Coburg stammende Zeichner Klaus Janson maßgeblich an “The Dark Knight Returns” mit).

1989 begann mit Tim Burtons Film ‘Batman’ ein gewaltiger Filmboom, der bis heute anhält (Der letzte Batman Film ‚The Dark Knight Rises‘ spielte 1.1 Milliarden Dollar weltweit ein). Immer noch laßen sich viele der Beteiligten von New York inspirieren. Michael Uslan beispielsweise, der alle Batman Fime der letzten 30 Jahre produzierte, wohnt immer in New York, wenn er die Filme vorbereitet und tauscht sich hier gerne mit den DC Comics Teams aus, die gerade an Batman Storys arbeiten. Auch gedreht wird in New York. Regisseur Christopher Nolan filmte einen Großteil von “The Dark Knight Rises” hier — auch die bekannte Szene, in der Batman neben der Börse gegen den schändlichen Bane kämpft.

Promotion Foto für Dark Knight Rises

Zum 80. Geburtstag des Dark Knights veröffentlichte DC Comics die Jubiläumsausgabe “Detective Comics” Nr. 1000. DC Comics Texter Todd Snyder, auch ein gebürtiger New Yorker, wollte dafür Storys, die in die Zeit passen. “Batman kämpft 2019 nicht mehr nur gegen Superbösewichte, sondern hat auch mit Superstürmen wegen Klimawandel, Terrorismus und wirtschaftlicher Ungleichheit die Hände voll.”

Jubiläumsausgabe zum 80. Geburtstag
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