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Geht es bald in 3,5 Stunden von London nach New York?

So soll die Ouverture einmal aussehen. Foto – Boom

Etwa acht Stunden dauert ein Flug von London nach New York. Die US-Firma Boom will es mit ihrem Überschallflieger ‘Overtoure‘ in 3,5 Stunden schaffen. Das ausgegebene Ziel sind Linienflüge mit 2.335 km/h Reisegeschwindigkeit in weniger als 10 Jahren.

Sie werden sich vielleicht erinnern, dass es schon einmal einen Flieger gab, der die Strecke in vergleichbarer Zeit flog – die Concorde. Diese schaffte es aber nie rentabel zu werden und war im hohen Grade umweltschädlich. Nach dem Unglück im Jahr 2000 kurz nach dem Start vom Flughafen Charles De Gaulle, bei dem 110 Menschen starben, wurde der Betrieb dann endgültig eingestellt.

Jetzt plant das Unternehmen Boom Supersonic eine Neuauflage der Überschallflugzeuge, berichtet die „Flugrevue“. Das ambitionierte Ziel: „Das erste wirtschaftlich rentable Überschallflugzeug für den Passagierverkehr zu bauen“, sagt Blake Scholl, Gründer und Chef von Boom Supersonic.

Das Flugzeug soll eine besondere Aerodynamik und emissionsarme Triebwerke erhalten. Der Ausstoß von CO2 soll dadurch nicht höher sein als bei normalen Passagierflugzeugen – trotz der 2,2-fachen Schallgeschwindigkeit.

Das Ziel von Boom ist es, dass die Overtoures ab Mitte der 2020er-Jahre Linienflugbetrieb aufnehmen. Preise für einen Flug auf der Strecke London–New York sollen um die 5.000 US-Dollar liegen, dafür gibt es auch einiges an Platz, denn in den Maschinen gibt es auf jeder Gangseite nur einen Sitz pro Reihe.

Das Interesse an der „Overtoure“ sei groß, so die Firma – Unternehmen wie Google, Airbnb und Dropbox unterstützen laut Boom das Projekt. Insgesamt konnten bisher 141 Millionen Dollar eingesammelt werden, so die Firma. „Mit dieser Finanzierung können wir die Arbeit an ‚Overture‘ weiter vorantreiben“, so Scholl.

Auch Vorbestellungen gebe es schon. Fluglinien wie Japan Airlines und die Virgin Group hätten bereits 30 Ouvertoures bestellt. Die Kosten für eine Maschine liegen bei mindestens 200 Millionen US-Dollar.

Eine kleine Testversion, die XB-1, soll bereits dieses Jahr zu ersten Testflügen starten. Im Januar ließ Boom auf Instagram verlauten: „Die Rumpfformen sind fertig.“

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